unangenehme Aufgabe oder Ähnliches kommen.“Guck nicht so.”, sprach sie beleidigt. Dann hellte sich ihr Blick auf.“Ich möchte nur eine Kleinigkeit...”Erwartungsvoll schaute ich sie an. “Nun mach schon Mädchen. Ich habe nicht ewig Zeit.”, dachte ich ungeduldig.“Einen Kuss.”Ich verschluckte mich an meiner Spucke. Ach du Schande. Genau so musste ich sie wohl auch angeschaut haben. Denn ihre Stimmung schlug nun tatsächlich um.“Oh, nun komm schon Neo. Sei nicht so prüde. Himmel, du bist neunzehn Jahre alt. Ich will doch nur einen Kuss!”, ereiferte sie sich nun, wobei es sich schon fast bettelnd anhörte.“Achtung!”, kam es da von der Seite. Bauer Huber trieb eine seiner Milchkühe vorbei, sodass Magda und ich uns, dem Himmel sei dank, auseinander stellen mussten, um ihn Also gab es solche Vorfälle, von wem auch immer angeleiert? Flecken Terracotta Entfernen 990 Ergo: direktes Sonnenlicht und Luft sind wahrscheinlich am schädlichsten für die Qualität des Öls. Altersflecken Im Gesicht Hausmittel Insektenstich Leider ist es jedoch nicht möglich die Säure direkt zu schmecken. Denn Fettsäuren bzw. die Ölsäure schmeckt nicht sauer. Der Wert 0,8 g ist nur ein chemisches Merkmal, das einen relativ guten Hinweis auf die Qualität der Oliven und den Herstellungsprozess gibt. Hier ein weiteres Zitat zur Ölsäure: Pigmentstörungen Lasern Zürich Momentan werden in Frickenhausen die Grundlagen dafür erarbeitet, wie der Markt künftig die Trinkwasserversorgung seiner Bürger sicherstellt. Dabei stehen drei Alternativen zur Wahl.

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Ich hatte keine Ahnung, was ich zu ihm sagen sollte, noch warum er hier war. Partys waren nie sein Ding gewesen.
Als ich hinter ihm stand, traute ich mich nicht, etwas zu sagen. Meine Zunge war wie gelähmt, und das Bedürfnis, einfach die Arme um ihn zu schlingen, war so überwältigend, dass ich ihm nachgab. Ich vergrub das Gesicht an seiner Halsbeuge, und sog tief den vertrauten Geruch ein. „Es tut mir leid“, flüsterte ich. „Ich hätte das nicht sagen sollen.“
Er reagierte überhaupt nicht auf mich, weder auf meine Berührung, noch auf meine Worte, und ich glaubte, dass ich es geschafft hatte. Wegen meinem Verhalten hatte ich ihn verloren. Wer sollte es ihm verübeln? So wie ich zu ihm gewesen war, wunderte es mich, dass er mich nicht einfach von sich stieß, auf mich spuckte, und auf ewig den Rücken kehrte. Doch er tat nichts dergleichen. Stattdessen legte er eine Hand auf meinen Arm, und drückte ihn leicht. „Wenn du hier weg willst, werde ich einen Weg finden.“
Ich schüttelte den Kopf. „Nein, das wirst du nicht. Ich verbiete es dir. Du wirst nicht dein Leben riskieren, nur weil ich einen Aussetzer hatte.“
Er drehte seinen Kopf über die Schulter, damit er mir ins Gesicht sehen konnte. „Du hast gewählt, das habe ich jetzt auch. Ich bring dich hier weg.“
Mein Herz machte vor Freude einen Hüpfer. Das war genau das, was ich die ganze Zeit wollte, aber das konnte ich ihm nicht antun. Würden sie ihn dabei erwischen, war ich mir sicher, dass ich ihn nie wieder sehen würde. „Ich werde nicht mit dir gehen.“
„Aber das ist es doch, was du willst.“
„Ja, aber nicht um diesen Preis.“ Ich drückte ihn ein wenig fester an mich. „Es war nicht fair von mir, dich dazu bringen zu wollen, zwischen Leben und Tod zu entscheiden. Auch wenn es für mich nicht gerade optimal läuft, und ich in den letzten Tagen des Öfteren das Bedürfnis verspüre, jemanden den Hals umzudrehen, so will ich nicht, dass es dein Hals ist, der in der Schlaufe landet.“
Er seufzte schwer. „Okay, wie du willst, aber du sollst wissen, ein Wort reicht, und ich finde einen Weg dich hier wegzubringen.“
„Das weiß ich.“ Dankbar drückte ich ihm einen Kuss auf die Wange. Ich hatte mich geirrt, mein Diego war nicht verschwunden, ich war nur so mit mir beschäftigt gewesen, dass ich gar nicht bemerkte, dass er hinter dem Umbra steckte, der mich täglich begleitete. „Und du sollst wissen, wenn es etwas gibt, was ich für dich tun kann, dass du zu mir kommen kannst.“
Eines dieser seltenen Lächeln zuckte über seine Lippen. Dieses offene, das er nur für Lu und mich reserviert hatte.
Bei dem Stichwort Lu, tauchte die Besagte neben uns auf, und setzte sich rittlings auf den Baumstamm. „Wie es aussieht, läuft bei Euch alles wieder in geregelten Bahnen.“
Ich setzte mich in gleicher Position auf die andere Seite von Diego. „Wieso wieder? War den etwas?“
„Nicht das ich wüste“, zwinkerte Diego mir zu.
Lu verdrehte die Augen. „Ihr beide seid doch echt das Letzte.“ Sie stand auf, und ging schnurstracks auf ein paar Typen zu, die am Rand herumlungerten.
„Gleich wird sie wieder jemanden das Herz brechen.“
Diego zuckte mit der Schulter. „Das ist halt ihre Art Stress abzubauen.“
Das stimmte. Es machte ihr einen riesen Spaß Kerle auflaufen zu lassen. Noch nie war etwas Ernsthaftes dabei rausgekommen, und doch tat sie es immer wieder. Eine runde Knutschen, und sie war ein paar Stunden sanft wie ein Lamm, mehr oder weniger. Okay, eher weniger als mehr, aber doch ein kleines bisschen.
Wie dem auch sei, flirten auf einer Party gehörte für sie einfach dazu, auch wenn sie heute nicht ganz bei der Sache war. Sie beherrschte die Körpersprache, war charmant, offen, und gleichzeitig blieb sie geheimnisvoll. Aber irgendwie war ihr heute der Glanz abhanden gekommen, diese Ausstrahlung, mit der sie sonst immer zu Werke ging. Dieses Strahlen, das sie bei Tristan umgeben hatte, fehlte ihr, und zum ersten Mal fragte ich mich, wie sie sein Verschwinden empfand. Dass sie von Tristan hin nun weg war, konnte ein blinder mit Krückstock erkennen.
Ich wusste, dass sie ihn mochte, aber ich war die ganze Zeit so mit mir selbst beschäftigt gewesen, dass ich gar nicht nach ihr gefragt hatte. Andererseits war Lu eines der Mädchen, die nicht gerne über ihre Gefühle redete. Na ja, eigentlich war sie da wie ein Kerl, um etwas aus ihr herauszubekommen, musste man sie mit Daumenschrauben zwingen. Aber vielleicht sollte ich dieses Thema vielleicht einfach ruhen lassen, ich selber hatte noch genug daran zu knabbern. Wenn es in ihr ähnlich wie in mir aussah, würde sie nicht reden wollen. Seufz.
Mein Blick glitt an ihr vorbei. Alles wirkte hier so normal, abgesehen von den Reißzähnen, die hin und wieder in den Mündern der Vampire aufblitzten, oder dass hier und dort ein Wolf um die Beine der tanzenden Meute sprang. Die Musik, das Miteinander. Es war wie zu Hause, und doch ganz anders.
Als ich meinen Kopf weiter drehte, bemerkte ich Alex, der Mutterseelenallein an einem Baum lehnte, und eine Gruppe Mädels beobachtete. Mensch, den hatte ich ja ganz vergessen. „Bin gleich wieder da.“ Ich schwang mein Bein über den Stamm, und ging zu ihm rüber. Alex war so auf die Mädchen konzentriert, dass er mein kommen gar nicht bemerkte. „Fordere sie doch zum tanzen auf, oder einem heimlichen Beiß-mich-Gelage im Wald.“
Als er sich zu mir umdrehte, waren seine Augen vor Entsetzten weit aufgerissen.
„Entspann dich, das war nur ein Scherz.“ Ich grinste ihn frech an. „Du musst wirklich mal ein bisschen lockerer werden.“
„Das bringt ja auch nichts.“ Er nahm wieder die Mädchen in Augenschein, ganz besonders eine. Ein Mädchen mit kurzen rotbraunen Haaren in einem weißen Sommerkleid, hatte es ihm scheinbar angetan. Bei ihr bekam er diesen Ausdruck in den Augen, ein Ausdruck, der ganze Bände über Sehnsucht schrieb, doch gleichzeitig verriet er auch, dass er sie für unerreichbar glaubte.
„Warum gehst du nicht einfach zu ihr, und sprichst sie an?“
Alex sah mich an, als hätte ich ihm gerade empfohlen, nackt vor der Königin ein auf P. Diddy zu machen.
„Was soll schon passieren, mehr als dich abweisen, kann sie ja nicht.“
„Doch könnte sie.“
Insgeheim musste ich ihm zustimmen. Mädchen konnten echte Miststücke sein, wenn ihnen ein Kerl auf den Sack ging. Sie konnten mit einem einzigen Fingerzeig einen Jungen für den Rest seines kümmerlichen Lebens zeichnen. Doch er konnte auch einfach darüber stehen, und darauf hoffte ich, den das würde von Selbstbewusstsein und Stärke zeugen. Nur leider wusste ich, dass er weder das eine noch das andere besaß. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ Ich nahm ihm meine Tasche ab, und gab ihm einen kleinen Schubs in die Richtung seiner Auserwählten.
„Und was ist wenn sie mich auslacht?“
„Dann kommst du zu mir, und ich werde ihr zeigen was für einen tollen Fang sie sich hat entgehen lassen.“ Ich grinste listig. „Wir werden sie dann ein bisschen eifersüchtig machen.“
Dieser Vorschlag schien ihm genauso wenig zu gefallen, wie mein erster. „Ich weiß doch gar nicht, was ich sagen soll.“
„Frag sie, ob sie mit dir tanzen möchte, das reden kommt dann von ganz alleine. Hobbys sind immer ein gutes Thema“, fügte ich noch hinzu.
Er war immer noch unsicher, sah zweifelnd auf das Mädchen, das den Kopf in den Nacken geschmissen hatte, und herzlich lachte.
„Nun mach schon.“ Ich gab ihm einen weiteren Stoß. „Riskier mal was. Ich warte hier auf dich.“ Ob das beruhigend in seinen Ohren klang, wusste ich nicht, aber er setzte sich zögernd in Bewegung. Ich folgte ihm mit meinem Blick. Kurz vor seinem Ziel, drehte er sich um, wollte zu mir zurückkommen, doch ich deute ihm weiterzugehen, und zu meiner Verwunderung tat er das auch.
Nervös sprach er in die Runde der drei Mädchen, und als sie sich zu ihm wanden, wurden seine Wangen leicht rot, was im Schein des Feuers besonders gut zur Geltung kam. Ich befürchtete schon, dass er Fahnen schwingend den Rückzug antreten würde, aber er blieb, redete mit ihnen, und überraschte mich damit zum zweiten Mal. Er sagte irgendwas, die Mädchen kicherten, und er blieb.
„Na bitte“, sagte ich zu mir, und war ein kleines bisschen stolz auf mich, dass ich ihn dazu bekommen hatte.
„Warum hilfst du ihm, kleiner Welpe?“
Ich macht mir gar nicht erst die Mühe, mich nach der Stimme umzudrehen, ich erkannte sie auch so. Es war Chris, mein Dancebattle Gegner. „Na, keine Herausforderer mehr?“
Das Mädchen in dem weißen Sommerkleid nickte Alex mit einem dieser Lächeln zu, die nur Mädchen hinbekamen, wenn sie einen Jungen süß fanden, und zog ihn mit sich auf die Tanzfläche.
„Ich brauchte mal eine Pause“, sagte Chris leichthin.
„Aha.“ War alles, was ich von mir gab. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt Alex zu beobachten, als ihm auch nur ein Fünkchen meiner Aufmerksamkeit zu schenken.
Chris gab nicht auf. „Wo hast du gelernt so zu tanzen, kleiner Welpe?“
„Auf einer Schule für Schleierschwänze“, grinste ich ihn an, aber offensichtlich hatte er keine Ahnung von Dirty Dancing. Offenbar hielt er das für einen Witz, denn er grinste leicht dämlich zurück. Es war wirklich eine faszinierende Tatsache der Evolution, dass jeder Kerl auf diese dümmliche Weise lächeln konnte. „Willst du eigentlich etwas bestimmtes, oder nervst du einfach nur mich, weil sonst niemand Zeit für dich hat?“
Sein Lächeln wurde etwas schief, und als er seinen Kopf neigte, fiel der flackernde Schein des Feuers auf seinen Ohrring. Wow, bisher hatte ich immer gedacht, das Kerle die Schmuck trugen, eine schwule Ader besitzen mussten – eins, zwei Exemplare dieser Gattung waren mir schon zu Gesicht gekommen, und die waren definitiv nicht schwul gewesen –, aber bei ihm sah das echt gut aus. Der goldene Ring in seinem Ohr passte zu ihm.
„Ich weiß, dass du die neue Prinzessin bist.“
Die neue Prinzessin, wie sich das anhörte. „Und? Willst du jetzt einen Orden?“
Er zog seine Lippe so hoch, dass die Spitze seines Reißzahns rausguckte. Ich zuckte nicht mehr davor zurück, langsam gewöhnte ich mich daran. „Ich wusste es schon, als du in den Kreis gekommen bist.“
Okay, das überraschte mich doch in wenig. „Und das erzählst du mir weil?“
„Keine Ahnung.“ Er zuckte die Achseln. „Nur so.“
Ein Gedanke explodierte mit Schallgeschwindigkeit in meinem Kopf, einer den ich schon früh gelernt hatte. Egal was ein Kerl sagte, es war nie, NIE einfach nur so. Es steckte immer etwas dahinter.
Ich sah zurück in die Menge, um nach Alex Ausschau zu halten, aber er war in der Meute wallender Leiber untergegangen. Zumindest glaubte ich das, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass er mit dem Mädchen so schnell auf ein kleines Stell-dich-ein mit Biss in den Wald verschwunden war. „Na dann, vielleicht sieht man sich mal wieder.“ Ich wandte mich in Richtung Diego, als Chris mich am Arm festhielt. Genervt fixierte ich seine Hand. „Wenn ich du wäre, würde ich das lassen.“
„Warum? Beißt du mich sonst?“
„Ich nicht, aber er.“ Durch ein Kopfnicken zeigte ich ihm Diego, der Chris anstarrte, als wäre er ein ekliger Eiterpickel, der dringend ausgequetscht werden musste.
Chris riss sofort den Arm zurück. „Nicht gleich drohen, ich wollte nur fragen, ob du tanzen willst.“
Wusste ich es doch! Von wegen nur so. „Warum hast du das nicht gleich gefragt? Komm.“ Ohne auf ihn zu warten, drängelte ich mich bis nach vorne zur Band durch. Mir war klar, dass er hinter mir bleiben würde.
Es waren jetzt andere Musiker, als vorhin, aber keinen Deut schlechter. Ich ließ mich in den Rhythmus fallen, ließ es zu, dass Chris mit dem tanzen nahe kam, mir die Hände auf die Hüften legte, und drohte ihm mahnend mit dem Finger, als sie sich ganz Ausversehen auf meinen Hintern verirrten. Er meinte nur, dass man nicht alle Tage die Gelegenheit bekam mit einer Prinzessin zu tanzen, und das man sie daher ausnützen müsste, aber als ich ihn an Diego erinnerte, verrutschten seine Hände nicht mehr.
Es machte großen Spaß mit ihm. Er tanzte super, und war witzig, und die Zeit flog nur so an uns vorbei. Einmal kurz entdeckte ich Alex, und nickt ihm begeistert zu, weil das Mädchen noch an seiner Seite war. Auch Lu sah ich hin und wieder in der Menge auftauchen, jedes Mal mit einem anderen Kerl im Schlepptau. Einen solchen Verschleiß, wie sie heute hatte, ließ deutlich darauf schließen, dass sie sich tödlich langweilte. Nachdem, ich glaubte, Sechsten, bot ich ihr durch Zeichensprache meinen Partner an. Sie bekam nur mit, dass er ein Vampir war, und verzog das Gesicht. Das war noch eine nette Art abzulehnen. Was war das nur zwischen Werwölfen und Vampiren? Vielleicht sollte ich einmal Sydney fragen.
Chris bekam von dem ganzen Fast-Partnertausch gar nichts mit. Er war so in sein Element vertieft, und von meinem Antlitz gefangen, dass er alles andere ausblendete.
Während wir tanzten, wechselten die Musiker noch zwei Mal, und erst als das Schwarz der Nacht langsam mit einem tiefen marineblau den Platz tauschte, bemerkte ich die nahende Dämmerung. Die feiernde Meute hatte sich unbemerkt zerstreut, und in den meisten Lagerfeuern, glimmte nur noch schwach die Glut.
Chris beugte sich an mein Ohr vor, und sein warmer Atem trieb mir einen Schauder über den verschwitzten Rücken. „Kannst du dich von deinen Umbra frei machen? Ich würde dir gerne etwas zeigen.“
Ja klar, nichts leichter als das. Genauso gut könnte ich mich von meiner Herkunft befreien. „Was willst du mir denn zeigen?“
„Das wird eine Überraschung.“ Er sah zu Diego, der mit einem Wolf sprach, und dann zu Lu, die sich nicht die Mühe machte, ihr gelangweiltes Gähnen von der inspirierenden Rede ihres Tanzpartners zu verbergen. „Also, was ist?“
Nun ja, eine günstigere Gelegenheit würde ich nicht bekommen, und die Aussicht auf einen harmlosen Ausbruch, war einfach zu verlockend, als dass ich ihn mir entgehen lassen konnte. Und da ich eine Prinzessin war, bezweifelte ich, dass er sich ungehobelt benehmen würde. Ein einziger Schrei, und wusch … alle Wächter währen auf den Plan gerufen. Also bestand für mich keine Gefahr. Und selbst wenn nicht, ich war kein kleines Mädchen mehr, und konnte mich verteidigen. Ich wollte Aktion, und Chris versprach sie mir.
Ohne ihm zu antworten, warf ich meinen Freunden einen wachsamen Blick zu, um sicher zu gehen, dass sie noch beschäftigt waren, und trat dann heimlich den Rückzug an. Dadurch, dass hier so viele Bäume standen, bekam ich eine gute Deckung, und war mit Chris vom Festplatz verschwunden, bevor Lu und Diego es checkten.
Sobald die Musik nur noch ein fernes Flüstern an meinen Ohren war, blieb ich stehen, da ich keine Ahnung hatte, wohin der Ausflug gehen sollte.
„Da rechst“, sagte er. „Zwischen den Bäumen hindurch. Folge einfach dem kleinen Fußpfad.“
„Aber denk dran, kleiner Vampir.“ Ich zeigte auf mein Shirt.
Er lachte, und ging voran, um einen Farn für mich zur Seite zu halten. Ich machte einen Knicks, ganz nach Van Schwärn-Art, und trat an ihm vorbei. Auch wenn die Dämmerung schon eingesetzt hatte, war es hier unter den Bäumen noch finstere Nacht. Ich fragte mich, ob hier überhaupt jemals Sonnenlicht auf den Boden traf, so dicht war das Blätterdach.
„Schön bei mir bleiben, nicht das du dich noch verirrst.“
„Ich bin ein Wolf. Ich habe eine Nase, und damit verirre ich mich nicht.“ Nun ja, das glaubte ich zumindest. Einen Beweis dafür hatte ich nicht.
„Das gleiche hat ein Mädchen vor genau achtzehn Jahren gesagt. Sie lief auf diesem Weg, um zu den magischen Ort zur schönsten Zeit des Tages aufzusuchen.“
„Und die ist rein zufällig jetzt, hab ich recht?“ Ich duckte mich hinter ihm unter einem Tiefhängenden Ast weg.
„Ja, es war zu dieser Zeit“, bestätigte er mich. „Und es war auch diese Zeit, als man sie zuletzt gesehen hatte.“
„Lass mich raten, Suchtrupps wurden ausgeschickt, doch das einzige was man noch von ihr fand, war ein blutiger Finger, mit dem die Worte, ich komme wieder!!! in den schlammigen Boden geschrieben waren, und sie kam wieder. Als das Monster aus dem Moor, dem ein Finger fehlte, und das seit dem alle unartigen Prinzessinnen findet, verschleppt, und foltert. Hab ich recht?“ Ich grinste frech in sein vorwurfsvolles Gesicht.
„Auch wenn die Story gut ist, nein. Es gab keinen Finger, und auch kein Monster, und es ist eine wahre Geschichte.“
„Die genau heute auf die Minute vor achtzehn Jahren stattfand?“ Ich rutschte auf ein paar Blättern weg, und landete mit einem Rums auf meinen vier Buchstaben. Fluchend griff ich nach Chris Hand, die er mir grinsender Weise hilfsbereit entgegen streckte.
„Eine Prinzessin sollte keinen solchen Wortschatz an Verwünschungen kennen.“ Er zog mich auf die Beine.
„Ich fluche wie ein Seemann, wenn ich will.“ Kais Hose war voll mit Blättern, und Staub. Ich klopfte mir den Dreck herunter, und schob mir die langen Haarsträhnen zurück hinter mein Ohr, die sich aus meinem Knoten gelöst hatten. „Wolltest du mir nicht gerade eine Geschichte erzählen?“, erinnerte ich ihn, und trat mit einem bösen Blick auf die Blätter, die mich zu Fall gebracht hatten, weiter den Pfad entlang.
„Ja klar“, grinste Chris, und folgte mir. „Also, wie schon gesagt, dieses Mädchen ich nicht heute vor achtzehn Jahren, sondern in einem Winter …“
Ich grinste ihn an, weil ich recht hatte.
„… genau diesen Pfad entlang gelaufen, und es muss ungefähr zur selben Zeit gewesen sein. Ihr Vater hatte sie gewarnt, dass sie niemals allein dort hingehen solle, weil ein Bluttrinkendes Ungeheuer dort sein Unwesen trieb.“
Ich warf ihm einen schiefen Blick zu.
„Ich trinke zwar Blut, aber ich bin kein Ungeheuer.“ Er hatte sofort gewusst, was in meinem Kopf vor sich ging, und das fand ich lustig. „Jedenfalls verschwand sie an jenem Morgen auf diesem Pfad. Als ihr Vater ihr Verschwinden später am Tag bemerkte, ließ er sie suchen, doch das Einzige war man fand, war ihre Kette.“ Er machte eine spannungsgeladene Pause. „Drei Tage, und drei Nächte vergingen, ohne eine Spur von ihr. Am Abend des vierten Tages fand man sie an dem Ort, zu dem wir nun gehen. Der Junge, ein Novize der Wächter, der sie fand, glaubte zuerst, dass sie nur schliefe, obwohl sie sehr blass war, fast blutleer, und als er sich zu ihr kniete, öffnete sie ein letztes Mal ihre Augen. Was der Novize da sah, machte ihm solche Angst, dass er ihr mit seinem Säbel den Kopf abschlug.“
Ich wartete, aber er fügte nichts mehr hinzu. „Und? Erzähl schon, was hat er gesehen?“
„Das weiß niemand. Man fand ihn neben dem toten Mädchen. Er wiegte sich vor und zurück, mit ihrem Kopflosen Leib in den Armen, als wolle er sie trösten, und brabbelte die ganze Zeit sinnloses Zeug. Nur in den kurzen, klaren Momenten sprach er deutlich. Er sagte immer wieder ihre Augen, ihre Augen, ihre Augen.“
Unwillkürlich hatte ich den Atem angehalten. „Und was geschah dann?“
Er zuckte mit den Achseln, und diese Bewegung war anmutiger, als ich sie ihm hätte zugetraut. „Er wurde weggebracht. Keiner weiß was aus ihm geworden ist“, beendete er seine Geschichte mit schauerlich, düsterer Stimme, und ließ die Augen unheimlich aufblitzen.
Das war wirklich cool. „Toller Trick“, sagte ich. „Kannst du auch ein Kaninchen aus dem Hut zaubern?“
Er schnaubte. Wahrscheinlich hatte er gehofft, dass ich mich ängstlich an ihn klammern würde, aber da war er an die Falsche geraten. Eine Horrorfreundin wie mich konnte nichts so schnell schocken, auch wenn die Geschichte der Wahrheit entsprach. „Du bist echt ´ne harte Nuss, wie?“
„Ich bin auf jeden Fall kein kleines, erschrockenes Mädchen, weil du mir einen bösen Ort zeigen willst, an dem ein Mädchen getötet wurde.“
„Der Ort ist nicht böse, und wegen der Geschichte führe ich dich nicht dahin. Das waren nur Randinformationen.“
„Ich erzähle den Leuten auch gerne Horrorgeschichten, wenn ich ihnen etwas zeigen will“, sagte ich sarkastisch, und wich einer Wurzel aus. Vor mir sah ich zwischen den Bäumen den nahenden Tag.
„Das kann ich mir bei dir sogar sehr gut vorstellen.“ Grinsend überholte er mich mit langen Schritten.
„Wie kommt es eigentlich, dass du mich Duzt? Die Leute hier reißen sich doch sonst den Arsch auf, um mich auf ein Podest zu stellen.“
„Wenn du Förmlichkeiten willst, geh zurück in dein Schloss. Damit bist du bei mir an der falschen Adresse.“ Er blieb stehen, und versperrte mir den Weg. „So, wir sind da.
Ich sah mich verwirrt um. „Hier?“
„Ja, genau hier“, spottete er etwas herablassend. Dann sagte er: „Da hinter den Bäumen.“
„Und warum stehen wir dann hier?“
Er lächelte mich so breit an, dass ich die volle Länge seiner Reißzähne zu Gesicht bekam. „Weil ich dir jetzt die Augen zuhalten muss.“
„Warum? Kommt sonst das Bluttrinkende Monster, und holt mich?“
Er seufzte schwer. Eine Reaktion, die ich bei vielen Leuten in meiner Umgebung hervorlocken konnte. Warum nur? So anstrengend war ich doch gar nicht. „Weil er eine Überraschung sein soll. Also, vertraust du mir?“
Darüber musste ich erst mal nachdenken. Ich konnte ihn gut leiden, aber vertrauen? Dazu kannte ich ihn einfach zu wenig. Daher erwiderte ich: „Nicht weiter als ich spucken kann, und ich sabbere, o-h-n-e Ende!“
Über meinen kleinen Witz lachte er. „Also mit dir haben die Regenten sich eine geile Nummer ins Schloss geholt.“ Spielerisch hob und senkte er die Augenbrauen.
„Sie bereuen es jetzt schon, glaub mir.“ Ein Stück mehr, und ich hätte im Kreis gegrinst. „Also, was ist nun? Spielen wir jetzt blinde Kuh, oder was?“ Für einen Moment sah ich noch in sein lächelndes Gesicht. Dann trat er um mich rum, und legte seine Hände auf meine Augen. Ganz plötzlich erwachte jenes Brüllen in mir, dass ich immer bekam, wenn ein Vampir mir zu nahe war. Erst da merkte ich, dass Chris so dicht bei mir stand, dass ich seine Körperwärme im Rücken spüren konnte, und es koste mich all meine Selbstbeherrschung, ihn nicht einfach wegzustoßen, so wie ich es mit Raphael getan hatte, der Einzige andere Vampir, der mir so nahe gekommen war. Na klasse, ausgerechnet jetzt musste er wieder damit beginnen, in meinem Kopf umher zu spuken. Er sollte mir einfach nur fern bleiben, war das denn so schwer zu verstehen?
Als Chris mich langsam nach vorne schob, versuchte ich diese blasblauen Augen, die mich so faszinierten, aus meinem Kopf zu bekommen. Warum konnte er mich nicht endlich in Ruhe lassen?
An einer Wurzel stolperte ich, und wäre hingeflogen, wenn Chris mich nicht gestützt hätte. „Tu der Welt ein Gefallen, und werd niemals Blindenführer“, grummelte ich, und setzte vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Checkte den Untergrund, auf dem ich ging, bevor ich mein Bein darauf stellte. „Die Krankenhäuser währen voll mit deinen Schützlingen.“
Er lachte. „Blindenführer wäre nichts für mich. Ich mache eine Ausbildung zum Koch.“
Laub raschelte unter meinen Füßen, und irgendwelches Gestrüpp streifte meine Hose. „Ich dachte Vampire dürfen nicht ins Schloss.“ Der Boden unter mir veränderte sich. Aus Laub wurden Moos, und Gras. Ich roch Wasser und Blumen, und um mich herum zirpten einige Grillen.
Sein Lachen war so nahe an meinem Ohr, dass ich davon eine Gänsehaut bekam. „Dürfen wir auch nicht. Meine Eltern arbeiten in der Menagerie, deswegen wohne ich auf dem Hof. Ich selber arbeite in einem Restaurant in Tenor, und … okay.“ Er hielt an, und bremste mich aus, als ich weiter gehen wollte. „Wir sind am Ziel. Bereit?“
„Ich warte nur auf dich.“
„Na dann, Augen auf kleiner Welpe.“ Er ließ seine Hände fallen, und trat zurück. Mir stockte der Atem. Der Ort an dem wir waren, war nicht wirklich magisch, aber ihn umgab eine rätselhafte Aura, die dem sehr nahe kam.
Ich stand am Rand einer moosbedeckten Lichtung, die einen kleinen Teich einrahmte. Überall sprossen Blumen aus der Erde, hunderte bunter Tupfer auf der grünen Fläche. Der Teich war mit hohem Schilf bestückt, und eine große Trauerweide warf ihren Schatten über das Wasser, auf dem Käfer tanzten. Ein Reiher stakste in dem Teich herum, und ließ sich von unserer Ankunft bei seiner Futtersuche nicht stören.
Eigentlich war das kein besonderer Ort. Eine kleine Lichtung, wie es hunderte, ja sogar tausende gab, aber als die ersten Strahlen der Sonne durch die Dämmerung brachen, passierte etwas erstaunliches. Der Ort wurde … magisch! Wie die Strahlen auf dem Wasser glitzerten, oder die Blumen, die sich bei der kleinsten Berührung des Lichtes zu voller Blüte öffneten. Es war ein atemberaubender Anblick, einmalig, und voller Zauber. Dieses kleine Fleckchen Erde war ein malerischer Ort des Friedens. „Wow, das ist einfach … wow.“ Ich sprach auf dem Niveau eines Erstklässlers, aber mehr fiel mir nicht mehr ein. Vor Staunen bekam ich meine Kinnlade einfach nicht mehr hoch.
„Wenn ich deinen offenen Mund richtig deute, dann gefällt es dir also.“
„Auf jeden Fall.“ Ich drehte mich zu ihm um. „Woher kennst du diese Lichtung?“
Lässig zuckte er die Achseln. „Jeder hier kennt sie. Und du jetzt auch.“
Ja, jetzt auch ich. Das die Natur etwas solches erschaffen konnte, war mehr als nur magisch. Nichts was von Menschenhand entstand, kam an diese Schönheit ran. Ich drehte mich im Kreis, bekam einfach nicht genug von der Pracht, die mich umgab. Ich wollte das alles in mich aufsaugen, mir das Bild bewahren, das die Trostlosigkeit in mir ein bisschen erhellen konnte. „Es ist wunderschön hier.“
„Du bist wunderschön.“ Ich sah aus dem Augenwinkel, wie er auf mich zukam, und mir eine Hand auf die Schulter legte, um mich zu ihm zu drehen. „Schöner als dieser Ort, und alles was ich je gesehen habe.“ Seine Stimme, seine Hände waren sanft. Ich ließ mich von ihm umdrehen. Das Tier in mir brüllte auf vor Zorn. Ich verbannte es in die Tiefen meines Ichs zurück. Mir war klar, was er wollte, und auch wenn ich besser einen Schritt zurückgetan hätte, um die Sache zu beenden, bevor sie beginnen konnte, kam mir diese Idee durchaus entgegen. Ein Kuss konnte mir Vergessen schenken. Ein wenig Vergessen würde mir gut tun, und er war hier, und konnte mir helfen. Er konnte mich vergessen lassen, wenn auch nur für einen flüchtigen Augenblick. Als er sich zu mir beugte, kam ich ihm lächelnd entgegen …
Ein tiefes, drohendes Knurren erschreckte uns. Erwischt! Der Reiher flatterte erschrocken weg, und als Chris einen Schritt ein Stück zur Seite trat, wurde das Knurren noch bösartiger.
Ich wirbelte herum, aber wiedererwarten sah ich nicht Diego oder Lu, die mich für mein Verschwinden lynchen wollten, sondern Sydney. Die Rute steif aufgestellt, die Ohren angelegt, das Fell gesträubt, bleckte er die messerscharfen Zähne. Verdammt, wo kam der denn her? Mit Diego oder Lu wäre ich klargekommen, notfalls auch mit beiden, aber Sydney konnte ich nicht einschätzen.
Okay, ich musste mich beruhigen, die Panik verbannen. Das Beste wäre erstmals die Stimmung ein wenig zu lockern, aber wie bitte beruhigte man einen neunzig Kilo Wolf, der einen fressen wollte? Echt gut Frage, doch eine Antwort darauf hatte ich leider nicht parat. „Ähm …“ versuchte ich nicht sehr einfallsreich, und schob mich vor Chris, der offensichtlich das Ziel von Sydneys Groll war. Vielleicht würde mein Mentor sich ein wenig beruhigen, wenn er den Grund seine Wut nicht direkt vor Augen hatte.
Sydney ließ die Lefzen über seine Zähne fallen, und sah mich wütend an. „Obwohl ich Euch gewarnt habe, handelt Ihr so töricht? Ihr fordert wirklich das Schlimmste für Euch, und die, die Euch am Herzen liegen!“
Ich stemmte beleidigt die Hände in die Hüften, hatte keine Lust auf Tadel seinerseits, nicht jetzt. „Was? Jetzt wird mir sogar das Küssen verboten?“
„Er ist ein Vampir!“, dröhnte seine Stimme in meinem Kopf, und war durch sein knurren, und tiefes Grollen kaum zu verstehen. „Und Ihr repräsentiert die Unschuld. Haltet Ihr das für ein angemessenes Verhalten Eurerseits?“
„Hör auf mir Vorwürfe zu machen“, giftete ich ihn an. „Du bist nicht mein Vater!“
„Da kann ich nur von Glück reden.“ Aua, das saß. „Und jetzt schickt den Vampir weg, bevor ich ihm die Strafe zuteilwerden lasse, die er verdient.“
Als Sydney seine Lefzen wieder hochzog, stellte ich mich schützend vor Chris, und griff nach seinen Handgelenken. Er sollte gar nicht erste die Chance bekommen, abzuhauen. So wie Sydney drauf war, hätte er das als eine Art Einladung zur Jagt aufgenommen. „Du wirst ihm gar nichts tun, ich verbiete es!“, sagte ich selbstsicherer, als ich mich fühlte. „Ich bin die Prinzessin, und du musst tun was ich sage“, fügte ich sicherheitshalber hinzu, um ihn daran zu erinnern, wen er hier vor sich hatte.
Ich konnte spüren, wie sich Chris in meinem Rücken versteifte. Zwar bekam er nur die eine Hälfte des Gesprächs mit, da Sydney in meine Gedanken sprach, aber mein Verhalten, und meine Worte reichten vollkommen aus, damit er die Situation begriff. Kein Wunder also, dass er nervös wurde. Ich an seiner Stelle hätte schon längst das Weite gesucht.
Ich selber war auch ziemlich unsicher, und wusste nicht, wie ich es schaffte, so kühn und selbstsicher zu wirken. In meinem Inneren war ich voller Panik.
Sydneys knurren wurde leiser, und auch die feindliche Haltung, ließ etwas nach, aber er behielt Chris genaustes im Auge. „Wenn das Eurer Befehl ist, werde ich mich fügen.“
Dem plötzlichen Frieden glaubte ich nicht so ganz, auch wenn es genau das war, was ich hören wollte. Sein Äußeres sprach einfach das Gegenteil von seinen Worten. „Versprichst du es?“
„Ich brauch es nicht zu versprechen. Ihr nehmt ihn unter Euren Schutz, und damit ist er für mich unantastbar.“
„Versprich es mir“, forderte ich. Ich wollte einfach auf Nummer sicher gehen.
Besonders erpicht war er nicht darauf, ein solches Versprechen abzugeben. Er knurrte Chris leicht an, und senkte dann den Kopf vor mir. „Ihr habt mein Wort.“
Ob es töricht war oder nicht, ich glaubte ihm. Vielleicht weil ich die Prinzessin war, und er sowieso auf mich hören musste, oder einfach nur weil ich ihm glauben musste, weil ich ihm vertrauen wollte, etwas das mich in der letzten Zeit mehr als einmal in Schwierigkeiten gebracht hatte. „Chris, verzieh dich.“ Ich ließ seine Handgelenke frei, hörte ihn hinter mir schlucken.
„Bist du sicher?“
„Ja, er wird dir nichts tun, nicht wahr Sydney?“
„Nein“, knurrte er. Da er aber in m einem Kopf sprach, konnte Chris nur das knurren vernehmen.
„So dass auch er es versteht, bitte.“
Das fand Sydney unter seiner Würde, und bedachte Chris mit einem weiteren finsteren knurren, aber dann schüttelte er den Kopf.
„Siehst du, und jetzt sie zu das du wegkommst.“
So ganz wohl fühlte Chris sich dabei nicht, trat dennoch langsam den Rücktritt an. Nicht in die Richtung, aus der wir gekommen waren, denn dort stand jetzt Sydney. Er verließ die Lichtung auf der anderen Seite des Teichs. Ich sah ihm hinterher, wünschte den Platz mit ihm tauschen zu können, denn mir war klar, das würde noch ärger nach sich ziehen. Wenn nicht von Sydney, dann von Diego und Lu, oder gar den Regenten. Seufz. Dabei wollte ich doch nur für kurze Zeit ein kleinen wenig vergessen.
„Kommt, ich bringe Euch ins Schloss.“
Böse fuhr ich zu ihm herum. Seine Haltung, sein ganzes Auftreten hatte sich wieder normalisiert. Er sah aus wie immer, der nette Mentor, der mir die Welt erklärte, aber ich hatte noch genau im Kopf, was er vor einer Minute getan hatte. Da war er jemand ganz anderer gewesen. Jemand der ohne zu zögern einem Vampir den Kopf abgebissen hätte. „Was, bist du jetzt auch noch ein Babysitter?“
„Ihr seid kein Baby.“
Sehr witzig, ich lachte mich krank, ha ha. „Du weißt genau, was ich meine.“
„Ich will nur, dass Ihr sicher, und ohne weitere Zwischenfälle ins Schloss kommt.“
„Du meinst, du willst aufpassen, dass ich nicht wieder meine eigenen Wege einschlage.“
Er seufzte gequält. „Bitte Cheyenne, kommt mit mir.“
Mir wurde plötzlich ganz warm, mein Herz machte einen kleinen Hüpfer. Das war das erste Mal, dass er mich nicht Prinzessin genannt hatte, oder anderswie förmlich ansprach. Er hatte meinen Vornamen benutzt. Vielleicht war er nur müde, und es hatte gar nichts zu bedeuten, andererseits hatte er bisher noch nie einen Fehler in seiner Aussprache gemacht. Ich fragte mich, was das zu bedeuten hatte, und warum ich mir deswegen den Kopf zerbrach. Oder warum mir auf einmal ganz anders wurde. Das war nur Sydney, mit dem ich hier sprach, und er hatte schlicht und ergreifend einfach vergessen mich mit meinem Titel anzusprechen, das war alles. Glaubte ich. „Mach so etwas nie wieder.“
Er blieb stumm. Eine eindeutige Aussage. Würde ich ein zweites Mal in eine solche Situation geraten, würde er wieder zur knurrenden Bestie werden. Stöhn. Es half alles nichts. Es war früh am Morgen, ich war müde, und geschafft, hatte nicht mehr wirklich die Kraft mich zu streiten, und in meinem Zimmer wartete ein himmlisches Bett auf mich. Es gab für mich keinen Grund mehr, noch weiter hier zu verweilen. „Okay“, stimmte ich letztendlich zu. „Bring mich zurück.“
Es war in seinen Augen zu sehen, wie erleichtert er über meine schnelle Zustimmung war.
Er ließ mich vor sich in den Wald eintauchen. Sobald ich die ersten Bäume hinter mich gebracht hatte, wurde es wieder dunkler. Nicht so dunkel, wie auf dem Hinweg, aber doch dunkel genug, um mich über zahlreiche Wurzeln stolpern zu lassen.
Wir nahmen nicht den Weg auf dem ich gekommen war, sondern einen quer durch das Unterholz. Sydney hatte in seiner Gestallt keine großen Schwierigkeiten vorwärts zu kommen, mir dagegen schlugen ein paar Mal Blätter und Äste ins Gesicht, und ständig hatte ich das Gefühl, dass irgendwelche Krabbelkäfer auf mir rumkletterten. Das war echt widerlich. „Hey, mach mal ein bisschen langsamer, ich hab nur zwei Beine, auf denen ich mich fortbewegen kann.“
Sydney, der schon vier Meter vor mir war, hielt an, und drehte sich zu mir um. „Tut mir leid, ich vergaß, dass Ihr nur in der schwachen Gestalt streifen könnt.“
„Was heißt hier schwache Gestallt? Wenn ich wollte, könnte ich dir mir meinem schwachen Fuß in den Hintern treten.“ Ich wich einer Wurzel aus, übersah den Tiefhängenden Ast, und knallte mit dem Kopf volles Rohr dagegen. „Aaah!“ Ich sah Sterne. Das gab echt fiese Kopfschmerzen. „Verdammt, muss diese verkackte Grünzeug hier überall wachsen?“ Mit der Hand drückte ich mir gegen die Schmerzende Stelle an meiner Stirn, und verfluchte Sydney dafür, dass wir nicht den Weg über den Pfad genommen hatten. Wahrscheinlich war das seine Art mich zu bestrafen.
„Kommt“, sagte er schlicht, ohne auf mein Aua Wehweh einzugehen. „Wir haben es gleich geschafft.“
Na hoffentlich. Bei dem nächsten Zusammenprall, würde ich mich einfach hinsetzen, und mich nicht mehr von der Stelle bewegen, bis der Wald um mich herum abgeholzt war.
Etwas langsamer als vorher, trottete Sydney vor mir her. Während wir schweigend durch den Wald liefen, dachte ich darüber nach, was gerade geschehen war. Ich hätte fast einen fremden Vampir geküsst, und das nur, weil ich gehofft habe, dadurch ein wenig vergessen zu bekommen. Im Nachhinein wirkte die ganze Aktion ziemlich bescheuert. Einfach mit einem wildfremden in den Wald verschwinden, ohne auch nur einen meiner Freunde Bescheid zugeben. Lu und Diego würden so richtig sauer auf mich sein. Aber bei allem was gewesen war, gab es doch eine Sache, die mich besonders belastete, und die so hätte nicht passieren müssen. „Das was du über meinen Vater gesagt hast, war echt unterste Schublade.“
Zögernd blieb er stehen, und sah mich unsicher an. Ich ging einfach weiter, wollte keine Entschuldigungen hören. „Das war nicht auf Euch bezogen, sonder auf seine Strafe.“
„Egal wie es gemeint war, es war das Letzte. Und sagst du so was noch mal, sorge ich dafür, dass man dir das gleiche Schicksal zuteilt!“ Dann wird er sich zweimal überlegen, ob er noch mal über jemand so herzlos spricht.
Ich ging einfach weiter. Erst nach ein paar Metern, bemerkte ich, dass nur noch meine Schritte auf dem Laubbedeckten Boden zu hören waren. Ich sah mich nach ihm um, und selbst in dieser Gestalt, konnte ich das Entsetzen erkennen, das sich in seinem Gesicht abspielte. Schuldgefühle brachen in mir aus. Egal was ich hätte sagen können, das war das Falscheste, was es gab. Ihm mit der Strafe des Einsamen Wolfs zu drohen, war das aller letzte. Unterste Schublade, wie ich gerade selber zu ihm gesagt hatte. Ich war nicht besser als er. „Das habe ich nicht so gemeint“, sagte ich kleinlaut. „Ich würde nie wollen, dass du den Hof verlässt, und schon gar nicht als Einsamer Wolf. Es tut mir leid.“
Er sprach nicht mit mir. Er ging nur an mir vorbei, führte mich aus dem Wald direkt auf die Koppel. Ein ganzes Stück weiter, als ich ihn mit Alex betreten hatte. Den ganzen Weg über zum Schloss, sprach er kein Wort mehr. Ein paar Mal versuchte ich witzig zu sein, aber er blieb stumm, brachte mich schweigend in das alte Gemäuer, das so sehr einer Festung aus dem Mittelalter ähnelte, bis hinauf in den Westflügel, in dem mein Zimmer lag. Kaum hatte ich die Treppe hinter mir gelassen, als eine wutschnaubende Lu auf mich zugestampft kam. Ihre Melodramatik bekam ich nur am Rande mit. Meine Aufmerksamkeit galt Sydney, der ohne ein Wort des Abschieds den Rückzug antrat. Das Letzte was ich von ihm sah, war seine Rutenspitze, die unter der Treppe verschwand.
Super, ich hatte es geschafft ihn zu vergraulen. Niedergeschlagen ließ ich Lu stehen, beachtete auch nicht Diego, der sich ausnahmsweise einmal mit seinen Tadeln zurückhielt – wahrscheinlich auch nur, weil wir deswegen gerade einen Streit hinter uns hatten –, und verzog mich auf mein Zimmer. Ich schloss die Tür hinter mir ab, und ließ mich auf meine Couch sinken. Dann saß ich einfach so da.
Die Sonne kroch am Himmel immer hör, solange bis ich ihre wärmenden Strahlen in meinem Nacken spürte. Es war still im Zimmer. Nicht mal das ticken einer Uhr war zu hören. Daher zuckte ich auch vor Schreck zusammen, als mein Handy plötzlich losschrillte. Zu erschöpft um wütend zu werden, griff ich einfach in meine Tasche, und hielt es mir ans Ohr. „Hallo?“
Stille.
Nicht schon wieder. „Hör zu, ich hatte eine echt beschissene Nacht, und habe keine Lust auf diese Spielchen, also entweder sagst du etwas, oder legst einfach auf.“
Es wurde nichts gesagt, und auch nicht aufgelegt. Nur das leise Atmen, blieb.
Ich stützte mein Gesicht in die Hand. Meine Haare umgaben mich wie ein Schleier. Warum musste mir das alles passieren? Hatte ich für einen Tag nicht schon genug durchgemacht? Ein stiller Anrufer war das letzte, was ich noch gebrauchen konnte. „Wer bist du?“
Keine Antwort.
„Warum rufst du mich an?“
Keine Antwort.
Langsam wurde das echt unheimlich, aber ich war einfach zu geschafft, um mich darüber zu wundern. „Warum könnt ihr mich nicht einfach alle in Ruhe lassen.“, fragte ich schwach. „Sucht euch jemand anders, auf dem ihr herumhacken könnt.“ Ich legte auf, warf das Handy auf den Tisch, und rollte mich an Ort und Stelle auf der Couch zusammen. Ich war so müde, dass ich den Weg ins Bett gar nicht erst in Angriff nahm.
Der Schlaf kam über mich, kaum dass ich die Augen geschlossen hatte, und die wenigen Stunden, die mir blieben, verbrachte ich Traumlos. Erst als ich durch Klopfen an der Tür geweckt wurde, durchtrat ich den Schleier, der mich in der Welt des Schlafs hielt. In den letzten Tagen war ich so durch den Wind, dass nicht mal meine innere Uhr mich aus dem Bett bekam. Todmüde richtete ich mich auf, und schleifte mich gähnend an die Tür. Draußen stand Fira, und erinnerte mich daran, dass ich in einer halben Stunde beim Unterricht sein musste. Über die Hose, die ich trug, verlor sie kein Wort.
Während ich unter der Dusche stand, in der Hoffnung, den Schlaf damit aus meinem Körper zu vertreiben, suchte sie mir etwas Passendes aus meinem Schrank. Ein mintgrünes Kleid, mit passenden Ballerinas, und einer Kette, in der so ein fetter Klunker eingelassen war, dass ich befürchtete, davon Nackenschmerzen zu bekommen. Wortlos warf ich mich in die Klamotten. Ich gab ihr noch den Auftrag, die Hose gewaschen an Kai zurückzugeben, und machte mich dann auf dem Weg zu Tanz bei der van Schwärn. Würg. Dieser Morgen konnte echt nicht mehr schlimmer werden.
Heute stand der Menuette auf dem Plan, doch ich war noch so müde, dass ich die Schritte am laufenden Meter verwechselte, oder vergas, und die Schwärn schon einen ganz roten Kopf bekam. Sie hatte mehr Ähnlichkeit mit einer Tomate, als mit einem Menschen, und in Etikette danach wurde es nicht besser. Eigentlich sollte ich nur eine halbe Stunde Wiederholung machen, aber da mein Hirn wegen des Schlafmangels nicht richtig funktionierte, wurden daraus locker eineinhalb Stunden. Danach hatte sie nur noch Zeit dafür mir eine Einführung in Benimmregeln und Auftreten bei besonderen Anlässen zu geben.
Vielleicht war ich eine schlechte Schülerin, aber es tat mir überhaupt nicht leid.
Nach dem Unterricht verzog ich mich zusammen mit Diego und Lu auf mein Zimmer. Wir setzten uns vor den Fernseher, aber da wir alle drei nicht besonders viel Schlaf in der letzten Nacht bekommen hatten, ratzten wir ziemlich schnell weg.
Erst am Nachmittag, als mein Handy klingelte, wachte ich auf. Diego war schon wach. Ich hatte mit dem Kopf in seinem Schoss geschlafen, und von seiner Hose nun ganz viele Knitterfalten im Gesicht.
Noch halb im Land der Träume, langte ich nach meinem Handy, und hielt es mir ohne auf das Display zu schauen ans Ohr. „Hallo?“
Halb rechnete ich damit, wieder nur angeschwiegen zu werden, doch dieses Mal hatte ich einen gesprächigen Gesprächspartner am Ohr. „Hast du geschlafen?“
Meine Ma! Mit einem Schlag war ich hellwach, und setzte mich auf. „Nein, ich meine ja, ja hab ich, aber egal. Wie geht es dir? Was machst du so? Was ist mit Elvis?“ Die Stimme meiner Mutter zu hören, war so wunderbar, dass mir vor Glück fast die Tränen in die Augen stiegen.
Sie erzählte mir, was seit meiner Abreise so alles los war. Tim hatte Angerufen, und Onkel Erik hatte mich für eine Woche auf Omimis alte Farm in Vöhl eingeladen. Nur zu gerne würde ich mich auf das Stückchen Land zurückziehen, auf dem ich jedes Jahr mehrere glückliche Wochen verbrachte.
Seit meine Omimi gestorben war, stand das Haus die meiste Zeit des Jahres leer, und nur für mich hielt Onkel Erik es in Schuss. Dieses Jahr würde ich nicht hinfahren können, die Regenten würden es mir sicher nicht erlauben. Das Fragen konnte ich mir auch gleich sparen.
Ma erzählte mir von Elvis, der nur noch kurz nach Hause kam, und sofort wieder verschwand, wenn er mich nicht fand. Sie erzählte mir von Pa, mit dem sie am Morgen telefoniert hatte. „Ich soll dich schön von ihm grüßen, und er hofft, dass es dir gut geht. Es tut ihm leid, dass er nicht bei dir sein kann, aber er darf nicht.“
„Er ist gar nicht hier“, sagte ich leise. „Sie haben ihn auf irgendeine Geschäftsreise in Brasilien geschickt.“ Neben mir schnarchte Lu auf. Nicht besonders Ladylike.
Meine Mutter seufzte gequält. „Das hatten wir schon befürchtet. Sie vorenthalten ihn dir, weil …“
„Er ein Einsamer Wolf ist“, beendete ich ihren Satz, und fühlte mich mindestens so schlecht, wie meine Mutter sich anhörte. „Aber er könnte doch wenigstens einmal anrufen.“
„Das darf er nicht. Allein die Tatsache, dass er einmal ein Prinz war, hat uns geholfen, dass sie dich nicht schon als Baby geholt haben.“
„Aber du rufst mich doch auch an, warum dann nicht er?“
„Ach Schatz, sei nicht traurig. Er würde gerne mit dir sprechen, aber es ist ihm verboten. Halt einfach noch ein bisschen durch, bald bist …“
Der Rest ihrer Worte ging in meinen Gedanken unter. Er darf nicht mit mir sprechen. Das war der einzige Gedanke in meinem Kopf. Er brauchte mich nicht anrufen, weil er ja sowieso nicht mit mir sprechen durfte. Aber was wenn er mich anrief, und nicht mit mir sprach? Wenn er anrief, spät nachts oder früh am Morgen, damit es niemand mitbekam? Verfluchter Teufelshund, die seltsamen Anrufe, das war Pa!
„… noch da?“
Die Stimme meiner Mutter erinnerte mich daran, dass ich sie noch am Ohr hatte. „Ähm, ja klar. War nur kurz abgelenkt. Also schieß los, was gibt es sonst noch Neues?“
Die Astern in ihrem Beet waren aufgeblüht, und ein Maulwurf hatte sich in ihrem geliebten Garten niedergelassen. Letzteres verlangte nach schneller Handlung, bevor das Vieh auf die Idee kam, ihren ganzen Garten umzugraben. Dann war ich dran zu erzählen. Von meinen Großeltern, und Onkels, Tanten, Cousin, und, und, und. Natürlich ließ ich mich über die van Schwärn aus, und Master Jacques diesen Arschkriecher. Ich erzählte ihr von Xaverine, Sydney, Fira, Alex, dem Stern von Chaim, und meinem Ball. Auch von der Lichtung auf der ich mit Chris war, und wie es mit der ganzen Situation hier ging. Was ich für mich behielt, war die Party, und das was ich fast mit Chris getan hatte. Und auch das schlechte Gewissen, das mich wegen dem plagte, was ich zu Sydney gesagt hatte.
Wir telefonierten mehr als zwei Stunden, doch so schwer es mir auch fiel, irgendwann musste ich auflegen. Mein Akku machte langsam schlapp, und mein Magen knurrte so laut, das meine Mutter es durch den Hörer hören konnte. Ich schloss mein Handy ans Ladegerät, und ließ Lu schlafen, während ich mir mit Diego etwas Essbares in der Küche besorgte. Und was das für eine Küche war, das hätte ich nicht gedacht. Keine alten Öfen, sondern eine richtig moderne Großküche mit allerlei Gerätschaften, die ich noch nie gesehen hatte. Töpfe und Pfannen, in den ich hätte baden können.
Ich bekam einen großen Vorgeschmack auf das Abendessen, aber da ich solchen Hunger hatte, und es erst in einer Stunde offiziell etwas geben würde, schlug ich mir den Wanst so voll, dass ich mich kaum noch bewegen konnte.
Als die Knochen abgenagt waren, der Teller geleckt, und ich pappen satt, ging ich zurück auf mein Zimmer. Es gab noch eine dringende Angelegenheit, die ich klären musste, damit sich mein schlechtes Gewissen verzog. Und da man nie mit leeren Händen zu Kreuze kroch, und Sydney heute auch noch Geburtstag hatte, brauchte ich noch eine Kleinigkeit für ihn, aber da ich den Hof nicht verlassen durfte, um ihm etwas zu kaufen, blieb mir keine andere Möglichkeit, als ihm etwas von mir zu schenken, und da hatte ich auch schon eine Idee. Nur etwas kleines, aber immerhin.
Aus dem Kätzchenarmband, das ich von meinem Vater bekommen hatte, trennte ich ein Glied, zog es auf ein ledernes Band auf, und hatte ihm so eine Kette gebastelt, zu dem ich das passende Armband trug. Das würde ihm bestimmt gefallen – mir jedenfalls tat es.
Während ich die Kette mit einem Knoten verschloss, wandte ich mich zu Diego. „Weißt du wo ich Sydney um diese Zeit finde?“
„Er müsste in der Bibliothek sein, dort hält er sich eigentlich immer auf.
Das passte zu ihm. Eigentlich hätte ich selbst auf die Idee kommen können. „Na dann, auf in die Bibliothek.“ Altersflecken Entfernen St.gallen Junioren Lippstadt Bücher, Bücher, und noch mehr Bücher …
So viele dicke Wälzer auf einem Haufen hatte ich mein Lebtag noch nicht gesehen. Für Bücher hatte ich nie viel übrig gehabt, aber das fand selbst ich beeindruckend.
Lu kam als letztes durch die Tür, und gähnte laut. Ich hatte sie wecken müssen, damit sie nicht den ganzen Tag verpennte, nun ja, Abend.
Ich ließ meinen Blick durch den Raum in der Größe einer Kathedrale schweifen, bestaunte die vielen decken hohen Regale, und fragte mich, wer so todesmutig war, sich ein Buch von ganz oben zu holen – ich jedenfalls nicht.
Die Bundglasfenster malten mit ihren Farben bunte Muster auf die hölzerne Einrichtung. Motive von Wäldern, Sternenhimmel, der Nacht, und Wölfen waren detailliert in das Glas gearbeitet. Ehrlich gesagt wunderte es mich, dass ich noch nirgends einen Hydranten entdeckt hatte, so wie sie hier überall auf dieses Thema abfuhren. Vielleicht hatten sie ja Kauknochen, und Quietschespielzeug, das sie vor neugierigen Blicken versteckten. Bei dem Gedanken zog ein Lächeln in mein Gesicht.
Die Bibliothek war nicht voll. Nur wenige Leute steckten die Nasen in die Bücher. Auch ein Wolf war dabei. Er saß auf einem Stuhl, und schaffte es, trotz der Pfoten die Seiten umzublättern. Ein wirklich interessanter Anblick. Weiter in der Ecke entdeckte ich Prinzessin Naomi in einem eleganten gelben Kleid, mit viel zu viel Spitze. Konzentriert arbeite sie an einem Computer.
Ich musste mir das Schmunzeln verkneifen. Es sah einfach so albern aus, wie sie in dem altertümlichen Kleid an dem modernen Computer saß, als wäre sie aus dem Mittelalter gekickt worden, um vor der revolutionärsten Erfindung der Menschheit zu landen.
Leise trat ich von hinten an sie heran, um zu gucken, was sie da trieb. Sie arbeitete gar nicht, sie chattete! „Sweet Sugarwolf“, las ich ihren Nickname, und grinste sie breit an, als sie überrascht zu mir herumfuhr. „Vielleicht solltest du diesen Namen noch mal überdenken. Nur ein Vorschlag.“
Sie wurde knallrot, und holte Luft, doch bevor sie den Mund nur aufmachen konnte, hatte ich sie einfach sitzen gelassen. Auch wenn es Spaß machte sie zu foppen, war ich aus einem anderen Grund hier. Ich suchte mit meinem Blick nach Sydney, konnte ihn aber nicht entdecken. Dann fiel mir ein, dass er wahrscheinlich in seiner menschlichen Gestalt hier war, und ich keine Ahnung hatte wie er ohne Fell aussah. Echt toll. „Könnte ihr ihn sehen?“, fragte ich meine Freunde. Vielleicht wussten sie ja, wie er mit Kleidung aussah.
„Hier ist er nicht“, sagte Diego. „Am besten, du siehst mal in seinem Büro nach ihm.“
Klar, Büro, hätte ich auch von alleine drauf kommen können, schließlich war es etwas völlig normales, das ein Wolf ein eigenes Büro hatte. Man, jetzt wusste ich schon seit fast zwei Wochen von Menschen, die sich in Hunde verwandeln konnten, lebte unter ihnen, ja war sogar selber einer von ihnen, und kam mit dem Gedanken trotzdem nicht klar. Es war ja auch äußerst abwegig, dass ein Wolf ein eigenes Büro besaß. Nun ja, zumindest war das noch bis vor kurzem so. „Na dann, klärt mich mal auf. Wo kann ich das Büro finden?“
Diego zeigte den seitlichen Gang neben den Regalen entlang. „Bis ganz nach hinten durch.“
Ich ging als erstes. Versuchet ganz leise zu gehen, weil man das in einer Bibliothek nun mal so machte. Am Ende waren ein dutzend Türen in die Wand eingelassen, alles Büros von Schreibern. In verschnörkelten Lettern standen die Namen darauf. Isolde Meruhn, Pieter Zink, Alexej Niesski. Ungefähr in der Mitte fand ich den gesuchten Namen, Sydney Frey. Leicht nervös klopfte ich an, unsere letzte Begegnung wieder leibhaftig vor Augen. Hoffentlich sprach er wieder mit mir. Gleichzeitig war ich neugierig, wie er als Mensch aussah. Würden seine Narben mich erschrecken? Was hatte er für eine Frisur? War er attraktiv? Für die letzte Frage schall ich mich selber. Das war egal, er war mein Mentor.
Eine Frauenstimme bat mich herein. Zwei Dinge zogen durch meinen Kopf. Erstens, er hatte nicht mit mir gesprochen – seufz –, und zweitens, was hatte eine Frau in seinem Büro zu suchen, und warum kam mir ihre Stimme so bekannt vor? Vielleicht war sie seine Sekretärin oder so. „Ihr wartet hier“, sagte ich zu Diego und Lu, und betrat Stirn runzelnd das Büro.
Als ich die Besitzerin zu der Stimme sah, bekam ich große Augen. Es war das Mädchen vom Dancebattle, unser Schiri. Die mit den kurzen blonden Haaren, und dem Piercing in der Lippe, das nun verschwunden war. Wahrscheinlich durfte sie es während der Arbeitszeit nicht tragen.
An einem großen Mahagonitisch sitzend, hatte sie ein Buch vor der Nase, einen Stift in der Hand, und kraulte den großen, sandfarbenen Werwolf, der neben ihr saß. Dieser Anblick passte mir nicht. Ganz und gar nicht, und ich musste mir auf die Zunge beißen, um mich daran zu hindern, sie wüst zu beschimpfen, weil sie meinen Mentor kraulte. Sie darf das, erinnerte ich mich, sie ist ein Wolf, er ist ein Wolf, und Wölfe machen das so. Das versuchte ich mir zumindest klarzumachen. Trotzdem störte es mich, mehr als ich mir eingestehen wollte. Nein, sagte ich mir, es stört mich nicht. Warum auch? Er war nur mein Mentor, nicht mehr. Ein Lehrer, wie ich sie schon mein ganzes Leben hatte. Nein, es störte mich nicht, absolut nicht. „Kann ich mal kurz mit dir sprechen?“ Ich fixierte ihre Hand in seinem Fell derart, als könnte ich damit dafür sorgen, dass sie sich einfach in Luft auflöste. „Alleine“, fügte ich schroff, und so nachdrücklich hinzu, dass Schiri aufsprang, und so fluchtartig den Raum verließ, als befürchtete sie, das ich sie jeden Moment anspringen, und ihr den Arm abreißen würde. Erst verstand ich nicht, warum sie so handelte, aber dann peilte ich es, als ich diese Macht um mich spürte, die die Königsfamilie nutzte, um ihre Überlegenheit zu untermalen. Da außer mir aber kein anderer mit blauem Blut da war, konnte diese Macht nur von mir kommen. Ich hatte nicht gedacht, dass ich dazu fähig war. Jetzt wusste ich es besser.
Als ich Schiri nachsah, kam mir ein Gedanke. „Sie war es, oder?“ Ich wandte mich zu Sydney. „Von ihr wusstest du, dass du mich auf der Party findest.“
Sydney sagte nichts, sprang einfach auf den Stuhl, und schaute in das Buch, in dem Schiri zuvor noch geschrieben hatte. „Ihr wolltet mich sprechen?“ Seine Stimme war so emotionslos, so kalt, dass ich förmlich spüren konnte, wie sich Eiskristalle auf meiner Haut bildeten.
Ich seufzte, lehnte mich neben ihm an die Tischkante, und musste mich beherrschen, nicht meine Hand auszustrecken, und ihm durchs Fell zu streicheln. „Wegen gestern, oder besser gesagt heute Morgen …“
„Wir brauchen nicht darüber zu sprechen.“ Er sah mich nicht einmal an.
Das geschah mir ganz recht. In meiner Wut hatte ich wohl etwas Schlimmeres getan, als einfach nur meine große Klappe aufzureißen. „Es tut mir leid. Ich verstehe das alles noch nicht so ganz, und wollte dir nicht drohen. Ich hab nicht nachgedacht, es tut mir wirklich leid.“
„Ihr müsst Euch nicht entschuldigen.“
Wäre da nicht dieser Unterton in seiner Stimme gewesen, der mir verdeutlichte, dass ich die Prinzessin war, und mich daher bei niemand zu entschuldigen brauchte, ganz egal was ich anstellte, hätte ich mich gefreut. Aber so wollte ich ihm einfach nur die Ohren lang ziehen. „Ich würde dich niemals bestrafen. Egal um was es geht.“
Mit der Pfote blätterte er eine Seite zurück. Es war wirklich faszinierend das zu beobachten. „Es freut mich das zu hören.“
Mir platze die Hutschnur. Er war so abweisend zu mir, dass ich ihm am liebsten den Hals umgedreht hätte, oder noch Schlimmeres. Ich knallte das Buch zu, und er konnte von Glück reden, dass er schnell genug seine Schnauze weggezogen hatte.
Böse funkelte er mich an. „Ich muss das lesen.“
„Du kannst echt froh sein, dass ich dir das Buch nicht über den Schädel gezogen habe!“, fauchte ich ihn an. „Ich versuche mich hier für meinen Fehler zu entschuldigen, und du siehst mich nicht einmal an. Behandelst mich einfach wie Luft! Ich bereue es hier her gekommen zu sein. Entschuldige die Störung, wird nicht mehr vorkommen.“ Wütend stampfte ich zur Tür. „Ach und keine Sorge, ich werde um einen anderen Mentor bitten, dann brauchst du dich nicht mehr länger mit mir rumschlagen!“ Mit einem lauten Knall schlug ich die Tür hinter mir zu, beachtete die fragenden Blicke von Lu und Diego nicht, und erdolchte Schiri mit einem Blick, als sie fragte, ob sie wieder zurück ins Büro darf.
Wütend grummelnd marschierte ich durch die Bibliothek, und riss schon die Tür zur Eingangshalle auf, als ich hinter mir schwere Pfoten über dem polierten Parket eilen hörte. „Prinzessin Cheyenne, wartet.“
Mein Haar umwirbelte mich wie ein langer Schleier, als ich zu ihm herumfuhr. „Ach ja, bevor ich es vergesse, Happy Birthday!“ Ich warf ihm die Kette um die Ohren, und schritt mit erhobenem Haupt aus der Bibliothek. Dass ich so dumm gewesen war, mich bei ihm entschuldigen zu wollen, war echt saudämlich von mir gewesen. Sollte er doch in seinem Trotz verrotten. Wenn er ein auf beleidigt tun wollte, würde ich ihn bestimmt nicht daran hindern. Meinet wegen konnte er zum Teufel gehen!
Wütend auf mich, aber vor allen Dingen auf ihn, machte ich mich auf den Weg in den Speisesaal. Prinz Manuel und Kai waren schon da, und sprachen mit einem Koch, während zahlreiche Diener den Tisch deckten. Ob sie etwas Wichtiges besprachen, oder nicht war mir egal, ich platzte einfach mitten in das Gespräch. „Könnt ihr mir sagen, wo ich die Regenten finde?“ Ich hatte etwas zu klären, und wollte nicht warten. Nicht eine Minute länger wollte ich die Schülerin von diesem Mistkerl Sydney sein.
Kai musterte mich mit prüfendem Blick. „Du bist aufgebracht.“
„Ach ne!“ Ich hatte ja auch jeden Grund dazu.
Mit wenigen Worten entschuldigte Kai sich bei seinem Vater, und zog mich an den Rand des Saals, weg von neugierigen Ohren. „Sag mir was passiert ist.“
Auch wenn es sich wie eine Bitte angehört hatte, war es doch ein Befehl, und einen Moment wollte etwas Rebellisches in mir ihm etwas Passendes an den Kopf schmeißen, aber ich entschied mich dagegen. Er würde mich verstehen. Mit seiner Unterstützung würde ich Sydney loswerden. „Ich brauche einen neuen Mentor für Verwandlung.“
Wachsam kniff Kai die Augen zusammen. „Warum, was hast du mit dem Alten gemacht?“
„Gar nichts!“ Das war doch echt die Höhe. „Ich lasse mich nur nicht gerne wie Dreck behandeln!“ Schon gar nicht von einem Überheblichen Mentor, der sich für den großen Überflieger hält, wenn er die kleine Schülerin fertig machen kann.
Kais Wachsamkeit stieg. Der kühle Ausdruck, den er schon bei Frau van Schwärn gezeigt hatte, trat in sein Gesicht. Nun war er ganz Beschützer. „Was hat er getan?“
„Er hat über meinen Vater hergezogen, worauf hin ich ihm gedroht habe, und als ich mich bei ihm entschuldigen wollte, hat er auf mich herabgesehen, als sei ich eine widerliche Made.“
„Womit hast du ihm gedroht?“
Meine Wut verrauchte etwas, als ich den entsetzten Ausdruck von Sydney wieder vor Augen hatte. „Mit der Strafe des Einsamen Wolfes.“ Ich rieb mir über die Stirn. „Ich war sauer, und hab nicht nachgedacht.“
Kai wurde nachdenklich. Die Kälte wich aus seinen Augen. „Weißt du, ich kenne ihn ein bisschen, und damit hast du einen Nerv bei ihm getroffen. Hat Sydney dir aus seiner Kindheit erzählt?“
„Du meinst, dass er nur mit seinen Eltern aufgewachsen ist?“
Er nickte. „Es ist schwer vom Rudel getrennt zu sein, und auch wenn er ein paar Wölfe um sich hatte, hat ihn das fast in den Wahnsinn getrieben. Als Welpe war es nicht von Belang für ihn, er brauchte nur seine Eltern, doch mit dem Älterwerden erwacht eine Sehnsucht, die Eltern nicht erfüllen können. Sydney war ohne jemals etwas getan zu haben, nah an der Strafe des Einsamen Wolfes dran, er weiß was das für ein Gefühl ist, und hat, denke ich, einfach Angst davor, dass es wieder passieren könnte.“
Überschwemmt von Schuldgefühlen seufzte ich, aber die Wut war noch so stark, das erlebte noch so nahe, dass ich sie einfach verdrängte. Es war nicht meine Schuld, was ihm passiert war, und er hatte angefangen. Das ging alles auf sein Konto, und ich ließ mich von niemand so behandeln. „Ich will einen anderen Mentor.“
„Vielleicht solltest du noch einmal darüber nachdenken. Sydney ist ausgezeichnet in dem was er tut, und er kann dir …“
„Nein“, beharrte ich. „Gebt mir irgendjemand, ist mir gleich welchen, aber nicht ihn.“
„Wenn du das möchtest, werde ich dafür sorgen. Heute Abend wirst jemand anders haben.“
„Danke.“ Obwohl das mein Wunsch war, fühlte ich mich damit nicht besonders gut. Ganz im Gegenteil, ich fühlte mich plötzlich richtig mies, als wäre mir etwas Wichtiges genommen worden, ein Arm, oder ein Bein, aber ich würde mich nicht runter machen lassen, von niemanden. Sydney hatte dieses Spiel angefangen, und ich hatte es beendet. Ein schneller Schnitt, und alles war vorbei. Aus und ende. Doch die Traurigkeit, die sich in mir breit machte, ließ sich nicht so einfach verdrängen. Ich mochte ihn, einer der Wenigen hier, mit denen ich klar kam, aber er hatte alles kaputt gemacht. Wer brauchte ihn schon? Ich jedenfalls nicht!
Das Abendessen brachte ich in einer tristen Abfolge von langweiligen Gesprächen hinter mich. Ich beteiligte mich kaum daran. Lustlos schob ich das Essen auf meinem Teller von einer Seite zur anderen, und wenn doch mal ein Stück in meinem Mund landete, war das reiner Zufall. Die ganze Zeit über hatte ich damit zu kämpfen, meine Entscheidung doch nicht wieder rückgängig zu machen. Nein, sagte ich mir, jeder, aber nicht mehr Sydney.
Nach dem Essen ging ich direkt ins Labyrinth. Heute fand ich den Platz ohne große Probleme, da ich mir den Weg gemerkt hatte. Bis zum Unterricht waren noch ein paar Stunden, aber ich wollte alleine sein, etwas nachdenken, und schickte daher auch Lu und Diego weg. Ich wusste, dass sie in der Nähe bleiben würden, aber im Großen und Ganzen war ich alleine, lag unter der Sonne, und döste sogar eine Zeitlang ein. Doch dann weckte mich etwas.
Erst war mir nicht klar, was es war, und ich sah mich verwirrt um, aber dann entdeckte ich Sydney ein paar Meter vor mir. Sein Blick, einfach seine Anwesenheit hatte mich aus dem leichten Schlaf geholt. Als ich ihn sah, wurde ich wieder sauer. Seine Ignoranz hatte ich nicht vergessen. „Verzieh dich, ich hab jetzt einen anderen Mentor.“
Seine kummervollen Augen trafen mich bis tief ins Herz. Etwas baumelte aus seiner Schnauze, und erst beim zweiten Blick darauf erkannte ich, dass es die Kette war, die ich für ihn gebastelt hatte, mein Geschenk. Ich musste mich zusammenreißen, um nicht nach dem passenden Armband an meinem Handgelenkt zu greifen.
„Ich weiß“, sagte er traurig. „Prinz Kai hat mich aufgesucht.“
„Und was machst du dann hier?“ Ich war nicht bereit, mich von dem traurigen Ton in seiner Stimme berühren zu lassen. Das hatte er verbockt, nicht ich.
„Ich habe Prinz Kai gebeten, mir eine weitere Stunde mit Euch zu gewähren, um meinen Fehler wieder gut zu machen.“
„Zu spät“, sagte ich kalt, doch mein Herz machte einen kleinen Hüpfer, er wollte seinen Fehler wieder gut machen. Dummes Organ! „Wenn du glaubst, mit einer Entschuldigung wäre alles wieder in Ordnung, dann hast du dich aber geschnitten.“
Sydney setzte sich vor mich hin, und legte die Kette zwischen uns ins Gras. „Ich bin keineswegs hier, um mich zu entschuldigen. Ihr habt wieder gesprochen ohne nachzudenken und …“
„Genau wie du!“, konterte ich. Ich konnte es kaum glauben. Wenn er nicht hier war um sich zu entschuldigen, warum dann? Was sollte das von wegen Wiedergutmachung? Er hatte recht, ich hatte gesprochen ohne nachzudenken, aber wie er mich behandelt hatte, war auch nicht richtig. Deswegen brodelte es immer noch in mir. Die Wut, und die Enttäuschung über seine ablehnende Art, hatten mich getroffen, und wenn er glaubte, dass er mir hier jetzt eine Standpauke halten würde, und dann alles wieder gut sein würde, lag er damit völlig daneben. „Du hast über meinen Vater hergezogen. Für dich mag er vielleicht nicht mehr sein, als ein Einsamer Wolf, aber für mich ist er Familie. Sag selbst, würdest du es hinnehmen, wenn jemand so über deine Familie sprechen würde?“
„Ja.“ Seine Stimme war kalt. Fest. Entschlossen.
Ich hatte keine Ahnung, was ich darauf erwidern sollte. Familie ging für mich über alles. Für ihn schien sie nichts als eine lästige Erinnerung zu sein.
Mit leicht geneigtem Kopf, haftete Sydneys Blick auf mir, und trieb mir einen Schauer über den Rücken. Was war nur mit mir los? „Ihr könnt das nicht verstehen, Ihr seid nicht so aufgewachsen.“
„Sagtest du nicht selber, dass wir uns ähnlich sind, weil wir gleich gelebt haben?“
„In manchen Punkten gibt es Übereinstimmungen“, räumte er ein, und legte sich vor mir ins Gras. „Ich weiß, ich hätte das nicht sagen dürfen, und dass Ihr so reagiert habt, hätte mir klar sein müssen. Ihr seid eine starke Persönlichkeit, lass Euch von niemanden etwas sagen, aber Ihr solltet langsam begreifen, dass sich für Euch eine ganze Menge geändert hat. Ihr könnt nicht mehr einfach so drauf los reden, es ist wichtig, dass Ihr nachdenkt, bevor ihr sprecht.“
„Willst du damit sagen, dass wir Quitt sind?“
„So könnte man es nennen.“
Das könnte man. Andererseits hatte er mich seinem Verhalten getroffen, und ich wollte nicht so schnell klein beigeben. Schwäche war etwas, dass ich nie gerne gezeigt hatte, und hier an diesem Ort, war es für mich wichtiger denn je stark zu sein. Würde ich schwach sein, würde ich mit wehenden Fahnen untergehen. Seufz. Warum musste nur alles immer so schwer sein? Wenn ich meinen Stolz einfach mal für einen Moment runterschlucken würde, könnte ich die Sache in Sekunden klären, und alles wäre wieder gut, aber meine Sturheit hinderte mich daran.
Sydney schien zu wissen, welchen Kampf ich mit mir ausfechte. „Wenn es Euch lieber ist, können wir so tun, als wäre die ganze Sache niemals geschehen.“
„Aber sie ist geschehen“, sagte ich. „Du hast mich vor Chris wie ein kleines, dummes Mädchen behandelt, meinen Vater in die ganze Sache mit rein gezogen, und mich dann einfach stehen lassen.“
„Nicht nur Ihr macht Fehler, auch ich neige hin und wieder dazu.“
Dieses Eingeständnis von ihm, bescherte mir gegen meinen Willen ein kleines Lächeln.
„Niemand ist perfekt.“
„Und wir beide stehen ganz oben auf der Liste, wie?“
Sein Lachen halte in meinem Kopf wieder. Keine Ahnung wie er es geschafft hatte, aber ich könnte ihm nicht länger böse sein. Wie er vor mir lag, diesen Kummer in seinen Augen. Meine Entscheidung, ihn durch einen anderen Mentor zu ersetzen, machte ihm wirklich etwas aus, und da ich ihn sowieso behalten wollte – obwohl ich das niemals zugegeben hätte –, konnte ich genauso gut nachgeben. „Du bist ein ganz schlauer Fuchs, wie?“ Ich angelte die Kette zwischen den Grashalmen hervor, und rückte näher an ihn heran.
„Wolf, Prinzessin, ich bin ein Werwolf, kein Fuchs.“
„Dann bist du halt ein ganz schlauer Werwolf.“ Ich streifte ihm die Kette über den Kopf, und sah zu, wie das winzige Kätzchen in den letzten Sonnenstrahlen schimmerte.
Er sah an sich herunter, auf den kleinen Anhänger. „Werdet Ihr mich immer noch austauschen?“
„Nein.“ Das würde ich nicht. Mir würden die Gespräche mit ihm fehlen. Allein der Gedanke daran, dass er von jemand anderes ersetzt würde, hatte mir den ganzen Nachmittag Trübsal beschert. „Voraussetzung ist natürlich, dass du artig bleibst.“
„Wie könnte ich eine solche Bitte ausschlagen.“
Als er von seinem Geschenk zu mir aufsah, ich in seine Augen guckte, streifte eine Frage durch meinen Kopf. „Sag mal, siehst du eigentlich schwarzweiß, oder in Farbe?“
Er lachte. Das Geräusch kam tief aus seiner Kehle, und hatte den Ton von Grollen, doch es war unverkennbar ein Lachen. „Ich bin kein Hund.“
„Das heißt in Farbe?“
„Ja, aber nicht so wie in meiner Menschlichen Gestalt. Es ist … anders. Ich sehe mehr von meiner Umgebung, als ein Mensch, aus einer anderen Perspektive. Es ist schwierig zu erklären. Ihr müsst es selber erleben, um es zu verstehen.“
„Da wäre nur das kleine Problem mit der Verwandlung.“ Ich saß jetzt zwar schon seit einer Woche jede Nacht mit ihm unter dem Mond, aber bis auf das ich Fährten erschnüffeln konnte, hatte sich nichts geändert. Ich fühlte mich nach wie vor wie ich, und hatte keinen Pelz bekommen, von einem Schwanz ganz zu schweigen.
„Vielleicht ist es langsam an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen.
„Und der wäre?“
„Die Verwandlung kontrolliert herbeizurufen.“
Na das hörte sich doch ganz einfach an, ha ha! „Ich kann mich nicht mal unkontrolliert verwandeln, wie soll ich es dann kontrolliert?“
„Wir versuchen etwas ganz einfaches. Schließt die Augen. Stellt Euch den Vollmond vor, versucht den Wolf in Euch zu finden.“
Ich atmete noch einmal tief durch, und schloss die Augen, nichts sicher, ob ich wirklich so weit war, mich in einen übergroßen Hund zu verwandeln. Bekam ich dann vielleicht gelüste darauf, anderen am Hintern zu schnüffeln? Oder würde es mir Spaß machen die Leute in feiner Gesellschaft vollzusabbern? Bei dem Gedanken kicherte ich.
„Konzentriert Euch.“
Okay. Ich entspannte meine Mundwinkel, und konzentrierte mich, dachte an den Mond, und an meinen Wolf. Ich konzentrierte mich, und konzentrierte mich, und … nichts geschah. Das war langweilig. Nach ein paar Minuten linste ich ihn an, und schloss sofort wieder das Auge, als mich sein strenger Blick traf.
„Wenn Ihr das nicht erst nehmt, hat es keinen Sinn.“
„Tut mir leid. Ich nehme es jetzt ernst, versprochen.“
„Gut. Fangen wir am besten mit dem Wolf an. Ihr habt ihn schon einmal gespürt, nicht wahr?“
„Mehr als einmal.“ Das letzte Mal gestern, als Chris hinter mir so nahe war. „Immer wenn ein Vampir in meiner Nähe war.“
„Gut, dann denkt daran, erinnert Euch daran, wie es war, Eure wilde Seite zu spüren, versucht sie zu finden.“
Ich wollte nicht wirklich daran denken, weil im Zusammenhang damit auch Raphael in meinen Gedanke auftauchte, und ihn wollte ich am aller wenigsten in meinem Kopf haben. So konzentrierte ich mich auf Chris, auf seine Nähe, erinnerte mich daran, was es für ein Gefühl war, ihn so nah bei mir zu wissen. Ich stellte mir vor, dass er genau in diesem Moment hinter mir stand, ich seinem Atem in Nacken spüren konnte, seine Hände auf meinen Augen, doch das Bild änderte sich. Chris wurde zu Raphael, und es waren seine Hände auf meiner Haut, seine Hände, die mir über die Wange strichen, seine Augen, die mich immer in ihren Bann schlugen.
Etwas tief in mir regte sich. Ich wusste nicht, wie lange ich schweigend dagesessen hatte, das Sonnenlicht schien jedenfalls nicht mehr, als ich etwas in mir spürte. Etwas Fremdes, und gleichzeitig vertrautet. Der Gedanke an die Vampire verschwand, als ich mich darauf konzentrierte. Das Etwas wollte mir entgleiten, aber ich konzentrierte mich mit aller Kraft darauf, zwang es bei mir zu bleiben, hielt es fest. Es war ein Schatten, etwas Formloses, Wildes, und doch hatte es eine Gestalt. Es war dunkel und hell zugleich, war vergänglich wie Nebel, und doch beständig wie Stein. Tief in mir schlief es, in meiner Seele, meinem Körper, in jeder Faser, die mich ausmachte. Es war nicht mein Wolf, ich war der Wolf. Das konnte ich ganz deutlich spüren. „Ich bin es“, flüsterte ich. „Ich bin ein Wolf.“
„Ihr habt es erkannt.“
Bei Sydneys Stimme raunte der Schatten tief in mir, und der gleiche Klang kam aus meiner eigenen Kehle. Eigentlich hätte ich mich erschrecken müssen, einen solches Geräusch von mir gegeben zu haben, doch es war nicht erschreckend, eher normal. Es gehörte zu mir.
„Versucht nun an den Mond zu denken, öffnet die Augen, und betrachtet die helle Scheibe am Himmel.“
Ohne den Schatten entgleiten zu lassen, legte ich den Kopf in den Nacken, und öffnete die Augen. Ein klang wie Licht zog in meine Ohren, durchtränkte meinen ganzen Leib. Das Wilde, Formlose breitete sich in mir aus. Es war ein Gefühl von Kraft, von Natur, Leidenschaft, und Sehnsucht. Die Melodie in mir, war kompakt, schien tausend melodischer Klänge zu besitzen, und war doch nur ein einziger Ton. „Das ist wunderschön.“
„Könnt Ihr es hören? Das Lied des Mondes?“
„Ja.“ Ich konnte meinen Blick gar nicht vom Mond abwenden. Etwas solches war mir in meinem Leben noch nie unter gekommen, und ich hatte das Gefühl etwas zurückbekommen zu haben, was mir vor langer Zeit verloren gegangen war. Einen Augenblick lang war ich frei, nicht gefangen von Regeln und Gesetzen, ich war einfach … Ich!
Irgendwie schaffte ich es meinen Blick abzuwenden, und lächelte Sydney an. „Und das kannst du die ganze Zeit hören?“
Er wandte seinen Blick auch vom Mond ab. „Tagsüber nur in meiner Erinnerung. Mit zunehmendem Mond wird es lauter, es umfängt mich, treibt mich an. Es ist nicht der Schein des Mondes, der uns bei unserer Verwandlung unterstützt, es ist das Lied, das wir hören können. Heute ist es noch schwach, aber bald wird es so laut, dass Ihr Euch ihm nicht verwehren könnt.“ Sein Kopf ging wieder gen Himmel. „Wenn Ihr gelernt habt, es zu kontrollieren, braucht Ihr Euch nur zu erinnern, und könnt die Verwandlung jederzeit herbeiführen, nur der Vollmond kann Euch dann nach zur Verwandlung zwingen.“
„Das heißt, ich muss einmal im Monat Pelz tragen, ob ich nun will oder nicht?“
„Nur zu Anfang. Mit der Zeit werdet Ihr lernen, Euch dem Zwang zu widersetzen, aber warum solltet Ihr? Das Gefühl des Mondes ist herrlich, und seid doch mal ehrlich zu Euch selber, wollte ihr das denn nicht?“
Wenn ich wirklich, wirklich ehrlich mit mir war, wollte ich es auf jeden Fall. Wenn es schon so ein tolles Gefühl war einfach nur hier zu sitzen, dann musste die Verwandlung die reinste Ekstase sein.
Durch das sprechen, hatte sich der Wolf langsam wieder zurückgezogen, und das Lied des Mondes war nur noch ein Echo meiner Erinnerung. Es machte mich ein bisschen traurig, dass er so schnell vorüber war, doch ich spürte auch die Erschöpfung, die sich durch die Konzentration langsam in meinen Geist geschlichen hatte. „Jetzt verstehe ich, warum du immerzu ein Wolf sein willst.“
Sein Blick wurde undurchdringlich, und es war, als wäre er plötzlich Meilenweit entfernt, obwohl er doch direkt vor mir lag. „Tut Ihr das?“
Und da wurde es mir klar. Nicht das schöne Gefühl hielt ihn in diesem Körper, sondern das, was auch mich dazu antrieb Hosen zu tragen, und mein Bein vor aller Welt verborgen zu halten, Scharm. Er verbarg die Entstellung seines Körpers, genau wie ich. „Ja das tue ich.“
Er wusste, dass ich das wirklich tat, nur schien ihn das sehr unangenehm zu sein. Er wandte seinen Blick ab, starrte lieber in die Büsche, als Augenkontakt mit mir zu halten.
Ich traf eine Entscheidung, eine die mir nicht leicht fiel. „Weißt du, es gibt zwischen uns noch mehr Gemeinsamkeiten.“
Als er das Rascheln meines Kleides hörte, sah er mich wieder an. Mit Unglauben beobachtete er, wie ich den Stoff an meinem Bei immer hör zog. „Was tut Ihr da?“
„Dir was zeigen.“ Auf Kniehöhe hielt ich einen Moment inne. Nicht um die Spannung zu steigern, sondern um mich selbst davon zu überzeugen, dass ich hier das Richtige tat. Ich war dabei meinem Mentor etwas zu zeigen, von dem außer meiner Eltern, und meinen Freunden niemand etwas wusste, ich war dabei mich zu entblößen, und das nicht nur körperlich. Aber wenn er mich nicht verstehen würde, wer dann? Ich schloss die Augen, atmete tief durch, und entblößte meinen entstellten Oberschenkel. Ich wusste nicht, ob ich schon jemals etwas getan hatte, was mir so schwer gefallen war, und in die Stille hinein wünschte ich mich ganz weit weg. Warum hatte ich das nur getan? Ich kam mir plötzlich so nackt vor. Entschlossen öffnete ich die Augen.
Sydney bemerkte es nicht. Sein Blick war auf mein Bein gerichtet, und etwas Seltsames stand in darin. Wut? Trauer? Ich konnte es nicht genau einordnen. „Wer war das?“
Mit den Fingerspitzen strich ich über die unebene Haut, die alten Narben, die mich mein Leben lang begleiten würden. Ein Stück im Fleisch fehlte, und überall waren kleine Löcher, die nie mehr verschwinden würden. Eine Berg und Tallandschaft „Ich selber war das“, sagte ich in erinnert an den Tag, an dem es geschehen war. „Ich hab eine alte Schrotflinte gefunden, und damit rumgespielt. Ein Schuss hat sich gelöst. Es hatte schlimm geblutet. Hätte Diego mich nicht nach Hause getragen, wäre ich gestorben.“ Damals war ich dem Tod nur ganz knapp von der Schippe gesprungen. Ich hatte eine Arterie gestreift, und nur durch Diegos schnelles Handeln überlebt.
Als Sydney sich vorbeugte und mit der Zunge über die alten Narben fuhr, überlief mich eine Gänsehaut. Wie erstarrt saß ich einfach da, unfähig zu denken, und unfähig zu handeln. Wie sollte ich auf so eine Geste reagieren. Und vor allen Dingen, wie solle ich dieses Gefühl, dieser Wärme in mir einordnen?
„Eine Rose kann ein Blatt genommen werden, doch ihrem Glanz fügt das keinen Schaden zu. Es macht sie einmalig.“
Wow … einfach nur wow. Ich zog rasch mein Kleid wieder zurecht. „Hör auf so was zu sagen, sonst werde ich noch rot.“
„Warum?“
Ich sah ihn an. Er meinte die Frage wirklich ernst. Von dem weiblichen Geschlecht hatte er scheinbar keine Ahnung. „Ich muss dir mal sagen, dass du nicht so oft deine Nase in Bücher stecken solltest. Das Leben kann man daraus nicht lernen.“
Er lachte grollend. „So lernt der Mentor etwas von seiner Schülerin.“
Erbost verschränkte ich die Arme vor der Brust. „Warum habe ich plötzlich das Gefühl, dass du mich verarschst?“
„Ich weiß nicht.“ Die Belustigung in seiner Stimme war nicht zu überhören.
Dafür musste ich ihn bestrafen. Ich schubste ihn, nur leider war es gar nicht so einfach einen so großen Wolf umzuschmeißen, schon gar nicht wenn er lag. Er lachte wieder. Ich lehnte mich gegen ihn, und versuchte ihn so umzuschmeißen, aber war schneller. Er sprang einfach auf, raus aus meiner Reichweite. Damit begann eine Verfolgungsjagd durch das Labyrinth. Natürlich konnte ich ihn nicht einholen, er hatte ein paar Beine mehr als ich, doch er blieb immer in meiner Nähe, und gab mir Gelegenheit ihn zu erwischen.
Es machte Spaß mit Sydney herumzualbern. Irgendwann ließ er sich von mir fangen. Ich warf mich auf ihn, und rang ihn zu Boden. Mir war klar, dass er mich gewinnen ließ, aber es war mir egal. Außer Atem lagen wir im Gras, ich an ihn gekuschelt. Das war einer der wenigen Glücklichen Momente, die ich bisher im Hof der Regenten erlebt hatte, und ich würde ihn festhalten.
Ich war froh, dass Sydney sich hatte durchgesetzt, und mein Mentor blieb. Das Zusammensein mit ihm in der Nacht war etwas, dass ich brauchte. Doch der wenige Schlaf, und die Erschöpfung durch den Unterricht, ließen meine Augen langsam zufallen. Sein Herzschlag an meinem Ohr, schlief ich bei ihm ein, mitten im Labyrinth.
Das erwachen am nächsten Tag, war seltsam. Es war komisch unter freiem Himmel geschlafen zu haben, an einen Wolf gekuschelt. Sydney hatte mich die ganze Nacht gewärmt. Doch auch wenn ich gerne noch geblieben wäre, der Tag musste beginnen. König Isaak hatte mir unmissverständlich klar gemacht, dass ich mich an den vorgeschriebenen Tagesablauf zu halten hatte. Das ich manchmal das Essen versäumte, hatte er zwar nicht zur Sprache gebracht, aber ich konnte mir denken, dass es ihm missfiel.
Ich ging zum Frühstück, in den Unterricht, und ab und zu waren Adlige im Schloss zu besuch. Die Tage verstrichen in einem monotonen Einklang. Im Grunde glich der einer dem anderen. Förmlichkeiten, Etikette, Diener, die vor einem im Staub krochen, und Prinzessin Naomi, bei der ich es immer besser verstand, sie schnell auf hundertachtzig zubringen. Ich war nicht glücklich mit meinem Los. Diese ganze Geschichte war nichts für mich, und wurde mit jedem weiteren Tag unerträglicher. Hier war ich unglücklich.
Ich lernte gut, machte Fortschritte in Tanz, und die Regeln des Anstandes wiederholte ich so oft, dass sie mir nach und nach ins Blut übergingen. Natürlich zeigte ich das nur in Momenten, in denen sie gefragt waren, und verbarg meine wahren Gefühle so gut wie es ging. Ein zorniger Ausbruch, hätte mich nur in Schwierigkeiten gebracht, und davon hatte ich schon mehr als genug.
Mit jedem weiteren Tag wurde ich unzufriedener. Diego und Lu bekamen es mehr als einmal ab. Es tat mir leid, aber ich kam nicht dagegen an, denn die, die meine Wut verdient hatten, waren für mich unantastbar. Ich würde mich nicht auf eine Konfrontation mit den Alphas einlassen, da konnte ich nur verlieren.
Das Einzige worauf ich mich in dieser Zeit wenigstens ein kleinen bisschen freute, waren die Nächte mit Sydney, in denen ich mir den ganzen Tag von der Seele reden konnte, und im Schein des Mondes eine Ruhe fand, die mir den Rest des Tages verwehrt blieb.
Es machte Spaß mit ihm, und von Tag zu Tag erschien es mir einfacher meinen Wolf, mich zu finden. Zwar schaffte ich es nicht, mich auch nur ein kleinen bisschen zu verwandeln, aber das Lied des Mondes ging mir in Bein und Mark über, erhellte meine Seele. An manchen Tagen ließen mich Diego und Lu sogar alleine ins Labyrinth gehen.
Meine Nase funktionierte immer besser. Es war, als hätte ich es schon immer gekonnt. Doch bei all den guten Sachen, blieb eine Unzufriedenheit, derer ich mich nicht erwehren konnte. Meinen Vater bekam ich nicht zu Gesicht, obwohl er wohl kurz im Schloss gewesen war. Das hatte ich nur durch Zufall erfahren, als ich bei einen Gespräch der Wächter zuhörte. Das waren echte Tratschtanten. Mit Ma telefonierte ich ein paar Mal – Elvis ließ sich immer seltener zuhause blicken – aber Pa rief nicht mehr an.
Nach wie vor war es mir verboten, das Schlossgelände zu verlassen, und nachdem mich Prinzessin Rachel, meine Tante, mit Alex auf der Koppel gesehen hatte, bekam ich sogar das Verbot, mich weiter mit Vampiren herumzutreiben. Trotzt dieser ganzen Sachen blieb ich anständig, war ganz so, wie sie mich haben wollten. Besonders bei Essen, und treffen mit anderen Adligen, war ich eine wohlerzogene Prinzessin, die man von mir erwartete, erlaubte mir nicht ein Fauxpas, und war immer höflich, und zuvorkommend. Doch all die Gefühle, die ich mit mir rumtrug, stauten sich. Neun Tage nach der Nacht im Labyrinth, an einem Freitag, saß ich mit Frau van Schwärn und Genevièv in Etikette, und sollte mit einem Buch auf dem Kopf auf einer Linie laufen, als es mir zum x-ten Mal vom Kopf segelte.
„Bitte etwas mehr Konzentration, Prinzessin Cheyenne. Wenn Ihr so weiter macht, hängen wir dem Zeitplan bald nach.“
Ich atmete tief ein, um ruhig zu bleiben. Von diesem dämlichen Zeitplan redete sie nun schon seit Tagen, und langsam aber sicher hatte ich die Schnauze gestrichen voll davon. Ich hob das Buch von Boden auf, und legte es zurück auf meinen Kopf. Dabei begegnete ich Lus Blick, der mir nachdrücklich empfahl, meine aufsteigende Wut zu bändigen.
Lu kannte mich so gut, dass sie genau wusste, was in mir vorging, aber obwohl ich ihrem Rat gerne folgen wollte, explodierte ich bald, wenn ich hier nicht schnell raus kam. Okay, ruhig bleiben. Ich hatte das die letzte Woche super hinbekommen, und würde jetzt nicht ausrasten.
Ich hielt mich gerade. Bauch rein, Brust raus, Gesicht gerade aus, und nahm die Hände vom Buch. Nach einem Schritt, stand Frau van Schwärn neben mir und korrigierte meine Haltung. Das Buch rutschte von meinem Kopf, und krachte geradewegs auf meine Zehn. „Au! Verdammt. So eine Scheiße!“ Ich humpelte an die Wand, um mich abzustützen, und rieb mir über den gequetschten Zeh. Man, das tat echt weh.
Die van Schwärn verzog den Mund. „Prinzessin Cheyenne, ich muss doch sehr bitten, achtet ein wenig auf Eure Aussprache, …“
Mein Zornfunkelnder Blick traf sie, doch sie bemerkte es nicht, da sie mir den Rücken kehrte, und einfach weiter sprach.
„… in feiner Gesellschaft darf Euch ein solch kleines Missgeschick nicht dazu bringen, in Bauernsprache zu verfallen. Was mach denn das für einen Eindruck? Ihr seid eine Prinzessin, und solche Worte gehören nun wirklich nicht in Euren Wortschatz.“
Was das für einen Eindruck macht ist mir scheiß egal! Wollte ich schreien, aber ich biss die Zähne zusammen. Wegen dieser Frau einen Wutanfall zu bekommen, war die Sache nicht wert. Ich wäre es, die den ärger am Hals hätte, nicht sie. Ich schluckte meinen Zorn herunter, so wie ich es die ganze Zeit schon tat. „Sie haben Recht, es tut mir leid“, sagte ich statt der anderen Sachen, die mir auf der Zunge lagen.
„Das ist auch das mindeste.“
Ich schwor, noch ein so ein Ding, und sie hätte gleich meinen Absatz im Hintern zu stecken.
„Und jetzt nehmt das Buch, damit wir fortfahren können.“ Sie stellte sich zurück neben Genevièv auf ihren Platz, und beobachtete ganz genau, wie ich das Buch zurück auf meine Kopf verfrachtete, und einen Fuß vor den Anderen auf der Linie setzte.
„Nein“, unterbrach sie mich. „Ihr seid eine Prinzessin. Anmut und Eleganz sind das, was Euch auszeichnen soll, und nicht der Gang eines klotzigen Elefanten.“
Okay, das reichte jetzt. Ich nahm das Buch vom Kopf, und warf es ihr zu. In letzter Sekunde fing sie es auf. „Wenn es Ihnen nicht passt, wie ich es mache, dann machen Sie es doch selber“, giftete ich sie an. „Ihr ewiges Genörgelt kann ich echt nicht mehr hören. Nein tu dies nicht, nein tu das nicht, nein das ist falsch“, äffte ich sie nach. „Wenn Sie es so toll finden, dann spielen sie doch die Prinzessin, mir reicht es nämlich!“ Mit wehenden Haaren stampfte ich auf die Tür zu. Ich musste hier dringend raus, bevor ich ihr noch die Augen auskratzte.
„König Isaak wird nicht erfreut sein das zu hören.“
Meine Hand schwebte schon über der Türklinke, als ich zu ihr herumfuhr, und sie wütend anfunkelte, und das überhebliche Lächeln in der Visage, die sie Gesicht nannte, schürte meine Wut gleich noch mal an. Ich ging zu ihr, riss ihr das Buch aus der Hand, und positionierte mich wieder auf der Linie am Boden.
Lu bedachte mich mit einem warnenden Blick.
Okay, ruhig Blut. Ich konnte das hinkriegen, und zwar ohne völlig auszuflippen.
Ich legte das Buch auf meinen Kopf, und lief los. Einmal hin, und einmal zurück. Elegant und anmutig. Unnahbar. Ich war eine Prinzessin, und ich lief auch so. Als ich vor Frau van Schwärn stand, nahm ich das schwere Buch vom Kopf, und wartete auf ihr Urteil, bereit alles Wortlos hinzunehmen.
Sie musterte mich auf ihre überlegende Art, die mich so ankotzte, und schüttelte den Kopf, nur ganz leicht, aber die Bewegung war da. „Das Ihr den Titel einer hochwohlgeborenen Prinzessin tragt, ist nichts als Verschwendung. Euer Vater hätte gut daran getan sich nicht fortzupflanzen, aber was soll man von jemand wie ihn auch …“ Mit dem Hinterkopf voran, knallte sie an die Wand.
Ich wusste nicht wie, aber ich hatte mich bewegt, sie an der Kehle gepackt, und drückte die an die Wand. Der ganze Raum war erfüllt von meiner Macht. Sie loderte wie wütendes Feuer um uns herum. Das war einfach zu viel gewesen. Die Unzufriedenheit der letzten Wochen, und der Zorn, der sich in mir gestaut hatte, wurde durch ihre Worte entzündet. Ich war mein Lebtag noch nie so wütend gewesen, hatte noch nie jemand in Stücke reißen wollen, doch sie hatte es geschafft. „Niemand beleidigt meinen Vater“, knurrte ich.
Genevièv war bleich geworden, aber im Gegensatz zu der Leichenblässe von Frau van Schwärn, besaß sie noch richtig Farbe im Gesicht. Ich drückte nicht zu, obwohl mir das ein leichtes gewesen wäre, ließ ich sie nur meine Macht spüren, und die war so furchterregend, das selbst Lu auf Abstand blieb.
Die van Schwärn begann am ganzen Leib zu zittern. Nun war ihr endlich klar, wen sie vor sich hatte. Ich war nicht das dumme Blondchen, für das sie mich hielt, ich war eine Prinzessin, mit all der Macht und Kraft, die dazu gehörte. „Bitte vergebt.“
„Nein!“ Nicht dieses Mal, und nie wieder, nicht ihr. Ich packte mit der Hand ihren Arm, und verdrehte ihn solange, bis es laut knackte. Die Alte schrie schmerzvoll auf. Ich drehte weiter, die Haut riss, und plötzlich war meine Hand blutrot, aber das reichte mir nicht, ich wollte, dass sie richtig litt. Sollte sie beleidigen wen sie wollte, aber nicht meinen Vater.
Aus meinem Mund kamen Geräusche, die nicht mehr menschlich waren. Sie klangen nach einem wilden Tier. Einem wütenden, wilden Tier, das seine Beute vor Augen hatte. Ich drehte den Arm weiter, und sie schrie wieder.
„Cheyenne, hör auf“, schritt Lu ein. Auch sie war blass, konnte kaum glauben, was ich hier tat, aber in diesem Monet war mir das gleich. „Sie hat genug.“
Ich ließ sie wie eine Puppe zu Boden fallen. „Nie wieder“, sagte ich zu dem wimmernden Haufen vor meinen Füßen. „Sie tun das nie wieder, haben Sie verstanden?“
Sie antwortete nicht, lag nur jammernd vor mir, und hielt sich ihren Arm. Ich packte ihre Haare, riss ihren Kopf in den Nacken, sah in das verheulte Gesicht. Es kümmerte mich nicht. „Ich hätte gerne eine Antwort.“
Ihr Wimmern wurde lauter, war durchtränkt mit Schluchzern. „Nie wieder“, heulte sie kaum verständlich.
„Deutlicher!“
Lu sah sich gezwungen einzuschreiten. Sie packte mein Handgelenk, und drückte solange zu, bis es mir wehtat, und ich die Haare der van Schwärn freigab. Dieses Weib hatte echt Kraft. „Es ist genug“, sagte sie eindringlich. Das fand ich nicht. Ich war noch immer wütend, auf die Schwärn, auf die Alphas, auf diese ganze beschissene Situation, und gerade jetzt brauchte ich ein Ventil, das Frau van Schwärn mir bot.
„Sie hat es verdient!“, knurrte ich meine beste Freundin an.
„Es reicht, sie hat genug. Schau sie dir doch an.“ Sie deute auf den Abfall, der zu meinen Füssen lag, und sie hatte recht, aber ich war so wütend, es zerfraß mich innerlich. Ich wollte aufhören, und wollte es doch nicht. Es war wie bei Xaverine. Das war nicht ich, die meinen Körper steuerte, nicht ich, die diese Tat begann, und doch war ich es, denn es gehörte zu mir.
„Hör einfach auf“, bat Lu mich.
Ich sandte einen letzten, wütenden Blick auf Frau van Schwärn. „Dann ist der Unterricht jetzt wohl beendet.“.

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»Ach? Sie sehen gar nicht aus wie jemand, der sich auf Schlägereien einlässt«, bemerkte Isabelle. Das stimmte zwar, aber es stimmte auch, dass Havers absolut so wirkte wie jemand, der sich verteidigen würde, wenn es darauf ankam, was offenbar dazu geführt hatte, dass ihre Schneidezähne sich in dem jetzigen Zustand befanden, nämlich abgebrochen. Leberfleckentfernung Alkohol 7 Tage Hat sich die Herzscheidewand (Septum) zwischen dem linken und rechten Vorhof nicht vollständig geschlossen, liegt ein sogenannter Vorhofseptumdefekt vor. Alle ungeborenen Kinder weisen ein natürliches „Loch“ - den sogenannten Ductus Botalli – in der Scheidewand zwischen rechtem und linkem Vorhof auf. Dieses sorgt dafür, dass die noch nicht vollständig ausgebildete und funktionsfähige Lunge umgangen werden kann. Schließt sich dieses Loch nicht, kommt es zu einem dauerhaften Defekt der Vorhofscheidewand und infolge des Überdrucks im linken Vorhof wird sauerstoffreiches Blut in den rechten Vorhof gepresst. Kleinere Defekt verlaufen zumeist asymptomatisch, während sich bei größeren Septumdefekten eine verzögerte Entwicklung sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit zeigen können. Aufgrund der Vergrößerung des rechten Vorhofs kann es im späteren Verlauf zu Herzrhythmusstörungen oder einer Funktionsstörung der Herzkammer kommen. Daher sollte das betroffene Kind bzw. der betroffene Jugendliche von einem Kardiologen oder in einem Herzzentrum in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Leberflecken Entfernen Ulm Neubrandenburg puchig (Wes, St, Sü, Ge, Ra). puchtig (Rae) angeberisch Die Komplikationsmöglichkeiten reichen vom Glaukom und ischämisch bedingten Hirnfunktionsausfällen bis hin zu zerebralen Thrombosen. Bei verzögerter Behandlung können irreversible Funktionsdefizite bleiben. Altersflecken Im Gesicht Hausmittel Insektenstich - übliche Laborglasgeräte und -instrumente, Altersflecken Entfernen St.gallen Junioren Lippstadt Bestimmte Membranfilter haben die Eigenschaft, die Prüfsubstanz zu adsorbieren. Es wird daher empfohlen, die Filter in dieser Hinsicht zu überprüfen..

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